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Schüler sind drei Tage lang Ratspolitiker

Laatzen-Mitte Schüler sind drei Tage lang Ratspolitiker

Was würden Schüler ändern, wenn sie in Laatzen das Sagen hätten? Ihre Ideen konnten sie am Donnerstag bei einer fiktiven Ratssitzung mit Bürgermeister Jürgen Köhne vorbringen. Insgesamt schlüpften rund 100 Schüler bei dem Planspiel "Pimp your town" in die Rolle von Kommunalpolitikern.

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Mehr als 50 Kinder sind am Donnerstag im Forum der Erich-Kästner-Schule in die Rolle von Kommunalpolitikern geschlüpft und haben eine Ratssitzung simuliert.

Quelle: Zerm

Laatzen-Mitte. Kostenlose Obst- und Gemüsestände an Schulen, mehr Mülleimer und kürzere Wartezeiten an Bus- und Bahnhaltestellen: Laatzener Schüler haben viele Ideen zur Verbesserung ihrer Stadt. Bei einer fiktiven Ratssitzung im Forum des Erich-Kästner-Schulzentrum brachten Schüler des 8. und 9. Jahrgangs der Albert-Einstein-Schule, des Erich-Kästner-Gymnasiums und der Förderschule am Kiefernweg insgesamt 45 fiktive Anträge ein. Sie reichten vom Aufstellen von Snack- und Smoothiemaschinen an Schulen, über kürzere Ampelwartezeiten, die Sanierung von Schulen und Spielplätzen bis zum Bau eines Kinos in Laatzen.

Manche Anträge waren sehr originell: So beantragte die Schule am Kiefernweg unter anderem einen Eiswagen, mit dem die Stadtmitarbeiter, um die Bürger besser kennenzulernen, regelmäßig in Laatzen Eis verkaufen sollen. Aber auch Ampeln mit Sekundenzeigern ("damit man weiß, wie lange es noch rot ist") sowie Leihfahrradständer für Touristen wünschten sich die Jungen und Mädchen. Wie bei einer echten Ratssitzung wurde über die Anträge erst diskutiert und dann abgestimmt. Geleitet haben die Sitzung Laatzens echter Ratsvorsitzender Bernd Stuckenberg und Bürgermeister Jürgen Köhne.

Begleitet wurden die Schüler während der drei Tage von einem 15-köpfigen Team des Vereins Politik zum Anfassen aus Altwarmbüchen. "Wir wollen jungen Menschen Lust auf Demokratie machen und sie Politik hautnah erleben lassen", sagte Organisatorin Monika Dehmel.

Zuvor hatten die Schüler einen Crashkurs in Kommunalpolitik erhalten, ihre Ideen in Anträge gefasst und diese in den zuständigen Ausschüssen vorgestellt. Die Sitzungen wurden von den aktuellen Vorsitzenden der echten Ratsausschüsse - Gerd Apportin, Paul Derabin und Heinz-Georg Ohms - geleitet. Mehrere Ratsmitglieder unterstützten das Projekt.

Manche Anträge der Schüler wie das Aufstellen von mehr Mülleimern im Stadtgebiet nahm Bürgermeister Jürgen Köhne dankbar auf. Andere wurden von der Realität schnell eingeholt. So wie der Antrag auf eine Senkung und spätere Abschaffung der Hundesteuer. "Die Stadt braucht Geld", erklärte Köhne. Daher werde sie die Hundesteuer nicht senken oder abschaffen, sie sei unlängst sogar angehoben worden.

Von Stephanie Zerm

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