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Unser Autor beim Selbstversuch im Discgolf

Laatzen-Mitte Unser Autor beim Selbstversuch im Discgolf

Mittendrin statt nur dabei: In der Reihe „Heimat hautnah“ schreiben unsere Autoren nicht nur über Veranstaltungen, sondern sie machen aktiv mit. Daniel Junker war am Sonnabend beim Discgolf-Schnuppertag des hannoverschen Vereins Funatics im Park der Sinne dabei.

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Unser Mitarbeiter Daniel Junker beim Selbstversuch im Discgolf im Laatzener Park der Sinne.

Quelle: Bernd Rohn

Laatzen-Mitte. Discgolf? Klingt interessant. Ich habe früher schon einige mal mit Freunden Frisbeescheiben hin und her geworfen. Da kann es ja eigentlich nicht so schwer sein, mit einer Scheibe auf einen Metallkorb zu werfen. Dachte ich zumindest. Dass Discgolf aber etwas anders funktioniert, bekomme ich beim Schnuppertag schnell mit.

Weil Sport in der Gruppe viel mehr Spaß macht, schließe ich mich einer Familie aus Großburgwedel an. Sohn Nils hat heute Geburtstag, und diese Gelegenheit nutzt die Familie für einen Ausflug nach Laatzen. Schnell einigen wir uns aufs Du. Bernd Rohn vom Verein Funatics drückt jedem von uns eine Plastikscheibe in die Hand und schon geht’s zum ersten von sechs Körben, die der Verein über den Park verteilt hat.

„Beim Frisbeespielen wird die Scheibe aus dem Handgelenk geworfen. Wenn ihr beim Discgolf eine größere Distanz werfen wollt, müsst ihr die Scheibe aber direkt am Körper vorbeiziehen“, erklärt uns Bernd am Abwurfpunkt, dem sogenannten Tee. Okay. Von meiner altbewährten Wurftechnik kann ich mich dann also erst einmal verabschieden.

Der Wind drückt die Frisbee in eine ganz andere Richtung

Nacheinander werfen wir die Scheiben in Richtung des ersten Korbes. „Du steht zu statisch, den Körper darfst du richtig ein bisschen mitdrehen“, sagt Bernd, als ich den Diskus steif den kleinen Hügel hinaufwerfe. Natürlich fliegt die Scheibe in eine ganz andere Richtung, als ich mir das vorgestellt habe. „Du solltest sie etwas gerader halten“ – ein wertvoller Tipp. Außerdem habe ich wohl etwas zu hoch geworfen. „Je flacher du wirfst, desto weniger macht sich der Wind bemerkbar.“

Wie beim richtigen Golf wird vom Landepunkt der Scheibe aus weitergespielt. Beim nächsten Wurf werde ich sicherer, auch bei meinen Mitspieler klappt’s immer besser. Beim dritten Wurf versuche ich, den Korb zu treffen. „Du solltest immer zum Korb gucken und versuchen, das obere Drittel der Stange anzuvisieren“, sagt Bernd. Beim sogenannten Putten auf kurze Distanz darf ich dann auch meine alte Wurftechnik aus dem Hut zaubern – und tatsächlich versenke ich die Scheibe direkt im Korb. Yeah! Einmal kräftig jubeln, und schon geht’s weiter zum nächsten Tee.

Am Echogarten müssen wir die ersten Hindernisse umspielen. Der Korb steht hinter einigen Bäumen und ist dadurch schwerer zu erreichen. Bernd erklärt uns die Kurventechnik. Dafür wird die Scheibe leicht schräg geworfen. Beim Hyzer soll die Scheibe einen Borgen nach links fliegen, beim Anhyzer geht’s nach rechts. Klingt einfach – ist es aber nicht. Meine Scheibe fliegt geradeaus zwischen den Bäumen hindurch und knallt gegen eine der beiden Klangschalen des Echogartens. Immerhin geht’s meiner Mitspielerin Petra genauso. Felix hat den Bogen hingegen schon ganz gut raus.

Bei einem Wurf bleibt meine Scheibe im Baum hängen

Auf weite Distanz werden meine Würfe ebenfalls mit jedem Mal besser. „Ich sehe schon, dir macht das richtig Spaß!“, sagt Bernd lachend, und tatsächlich sind alle in der Gruppe voll motiviert. Kurz darauf ernte ich einige Lacher, als meine Scheibe in einer Baumkrone hängen bleibt. Immerhin bleibt uns allen erspart, die Scheibe aus einem der Teiche zu fischen.

Während wir uns scheibenwerfend über die Anlage bewegen, probieren Agnes und Nils gleich noch ein paar Spielgeräte im Park aus, auch für Gespräche ist genügend Zeit. Zum Schluss hat Bernd sogar ein paar lobende Worte übrig. „Für das erste Mal war das schon richtig gut“, sagt er. Mit 22  Würfen schafft es Felix auf den ersten Platz, sooo schlecht war ich aber auch nicht: Mit 25 Würfen werde ich – punktgleich mit Andreas – Zweiter.

Am Samstag, 6. August, gibt es ab 11 Uhr einen weiteren Schnuppertermin im Langenhagener Wietzepark (Treffpunkt: Wiese nördlich des Parkplatzes).

Der Autor: Daniel Junker (42) wohnt in Hannover und ist freier Mitarbeiter der Leine-Nachrichten. Zuvor hatte er schon mal Minigolf und Leitergolf gespielt.

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Von Daniel Junker

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