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Radlader wird zum Dorfgespräch

Ingeln-Oesselse Radlader wird zum Dorfgespräch

Ein ominöser rot-grauer Radlader sorgt zurzeit für Gesprächsstoff in Ingeln-Oesselse. Seit Wochen steht das defekte Fahrzeug unbewegt an der Bokumer Straße und behindert den Verkehr. Weil der Besitzer nicht ausfindig zu machen ist, greift die Behörde zum letzten Mittel: Sie kündigt das Abschleppen an.

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Wem gehört der Bagger? Seit mindestens sechs Wochen steht in Ingeln-Oesselse dieses kennzeichen- und offenbar herrenlose Baufahrzeug unbewegt in der schlecht einzusehenden Einfahrt von der Haupt- zur Bokumer Straße, direkt vor einem für Kinder mit gelben Füßen als geeigneter Überweg gekennzeichneten Fläche.

Quelle: Astrid Köhler

Ingeln-Oesselse. Ein großer roter Zettel der Stadtverwaltung prangt seit Donnerstagmorgen auf der Seitenscheibe des Radladers: "Sie werden aufgefordert, das Fahrzeug unverzüglich aus dem öffentlichen Verkehrsraum zu entfernen." Das Fahrzeug sei nicht zum Verkehr auf öffentlichen Straßen zugelassen und dürfe auch nicht im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt werden, heißt es weiter. Die handschriftlich gesetzte Frist bis Freitag, 8 Uhr, hat der unbekannte Besitzer verstreichen lassen.

Schon mehrere Bürger und auch Ortsbürgermeister Heinrich Hennies hatten im Sommer wegen des Baufahrzeugs bei der Stadt angerufen oder dieses über das Online-Beschwerdeprogramm "Sag’s uns einfach" gemeldet. Einer von ihnen ist Rainer Janicki. "Der Radlader steht seit mindestens sechs Wochen dort", berichtet der Rentner aus der Wohnsiedlung am Freitag kopfschüttelnd. Ganz am Anfang habe er am Baufahrzeug einen Mann gesehen, der offenbar etwas reparierte. Dass es anschließend so lange stehen bleiben würde, war zu dem Zeitpunkt nicht absehbar.

Radlader behindert die 
Sicht und verliert Öl

Für Ärger sorgt der Radlader vor allem, weil er die Sicht behindert und ein Verkehrsrisiko darstellt: Er steht nicht nur in der schlecht einzusehenden Einfahrt zur Bokumer Straße in einer Kurve, sondern auch direkt vor einer für Kinder mit gelben Füßen als sicheren Übergang markierten Stelle. Schon einige Male hätten sie brenzlige Situationen beobachtet, berichten Passanten. Dass zwischenzeitlich sogar Betriebsstoffe ausliefen, machte die Stimmung nicht besser, selbst wenn diese nunmehr abgestreut sind.

Die Stadtverwaltung Laatzen konnte bisher nicht viel ausrichten. Alle Versuche, den Besitzer des Radladers mit dem Aufdruck 
"O & K" ausfindig zu machen, blieben erfolglos. Weder gibt es – wie im Straßenverkehr vorgeschrieben – ein Kennzeichen noch irgendeinen anderen Hinweis auf eine Firma oder einen Eigentümer. Klar ist nur: Mit den Bauarbeiten Am Holztor hat das Fahrzeug nichts zu tun.

Hinweis von Anwohnerin
lässt aufhorchen

Aufhorchen lässt ein Hinweis der Anwohnerin Birgit Eggers. Sie sei am Donnerstagnachmittag von einem Autofahrer mit Peiner Kennzeichen angesprochen worden. Dieser habe ankündigte, den Radlader bis nächsten Mittwoch zu entfernen. Bei dem Baufahrzeug seien auf dem Weg nach Hannover Probleme mit der Hydraulik aufgetreten, weshalb es abgestellt werden musste, habe es geheißen, sagt Eggers. Das nötige Ersatzteil soll dem Mann zufolge schwer zu beschaffen gewesen, aber nun auf dem Weg sein.

Auf die Idee, auch die Stadtverwaltung zu informieren, kam der Unbekannte offenbar nicht. Am Freitag wusste noch keiner im Rathaus von seiner Ankündigung. Sollte der Besitzer sich nicht bis zum Wochenbeginn bei der Verwaltung gemeldet oder das Fahrzeug entfernt haben, werde ein Abschleppdienst beauftragen, teilte Stadtsprecher Matthias Brinkmann mit. Der Besitzer müsste dann neben 250 Euro, Verwaltungsgebühren und einem Ordnungsgeld noch das Abschleppen und mögliche weitere Kosten bezahlen, wenn er seinen Radlader zurück haben will.

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Von Astrid Köhler

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