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Neuer Service: Flüchtlinge helfen Nachbarn

Ingeln-Oesselse Neuer Service: Flüchtlinge helfen Nachbarn

Anfang Juni 2015 zogen in Ingeln-Oesselse die ersten Flüchtlinge in die Unterkunft an der Rotdornallee ein. Von Anfang an stellen sie immer wieder die Frage „Wie können wir uns einbringen?“ Nun soll ein Projekt zur Nachbarschaftshilfe für die Einwohner des Orts anlaufen.

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Flüchtlinge, ehrenamtliche Helfer und die SPD-Abteilung Ingeln-Oesselse rufen ein Projekt zur Nachbarschaftshilfe ins Leben.

Quelle: Carolin Müller

Carolin Müller. „Mit dem Projekt wollen sich die Flüchtlinge bei den Einwohner für die herzliche Aufnahme bedanken“, erzählt Barbara Tenbruck-Nau, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Flüchtlingsnetzwerks. „Die Idee, etwas zurückzugeben, hatten sie selbst, denn auch sie möchten gerne helfen.“ Das Projekt richtet sich an alle diejenigen, die bestimmte Dinge nicht mehr alleine erledigen können – vom Rasenmähen bis hin zum Einkaufen. Dabei sind dauerhafte Tätigkeiten genauso inbegriffen wie einmalige.

„Am Anfang ist immer einer von uns Helfern mit dabei, um den ersten Kontakt herzustellen“, erklärt Michael Riedel, Vorsitzender der SPD-Abteilung Ingeln-Oesselse, die sich mit für dieses Projekt engagiert. Bedenken wegen etwaiger Sprachbarrieren brauche niemand haben, ergänzt er: Die Flüchtlinge sprächen mittlerweile gut Deutsch. „Natürlich erhoffen wir uns auch, dass sich die Sprachkenntnisse der Flüchtlinge durch das Projekt erweitern“, sagt Lisa Rupp, Leiterin des Flüchtlingsnetzwerks. „Wichtig ist uns aber auch, dass der Kontakt zu den Bewohnern des Orts dadurch weiter vorangetrieben und verbessert wird.“

Ein erstes erfolgreiches Aufeinandertreffen gab es bereits beim Sommerfest des Heimes im vergangenen August. Die Kontakte sollen intensiviert werden. Auch, weil es vielen der Flüchtlinge – die Asylanträge sind teils bereits bewilligt – so gut in Ingeln-Oesselse gefällt, dass sie gerne dauerhaft bleiben möchten. Einer von ihnen ist Ramez Darkal aus dem Irak, der schon länger aktiv am Gemeindeleben teilnimmt und sich hier sehr wohl fühlt.

Die Idee, sich konkret in Form von Nachbarschaftshilfe zu bedanken, kam von Leiterin Lisa Rupp. Bestätigt wurde sie in ihrer Überlegung, als eine ältere Dame aus Oesselse, die für die Kleiderkammer spendete, Hilfe beim Tragen von Stauden benötigte. Bashar Almousa und Mohammad Omar aus Syrien übernahmen diese Tätigkeit, die heute als erste erfolgreiche Aktion des Projekts gesehen werden kann. Etwa 20 Bewohner stehen nun bereit, unentgeltlich Menschen zu unterstützen, die ihre Hilfe benötigen.

Wer die Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich jederzeit telefonisch bei Lisa Rupp unter (0178) 1809187, bei Michael Riedel unter (05102) 679665, bei Eginhard Kornetzky unter (05102) 6216 oder bei Barbara Tenbruck-Nau unter (05102) 915417 melden.

Von Ingeln-Oesselse

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