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Bienen-AG des EKG erntet rund zehn Kilogramm Honig

Laatzen-Mitte Bienen-AG des EKG erntet rund zehn Kilogramm Honig

Erntestimmung beim Erich-Kästner-Gymnasium (EKG): 15 Schüler der dortigen Bienen-AG haben sich jüngst ans Schleudern der Waben gemacht, die vier Bienenvölker in einem kleinen Innenhof des Schulzentrums über die letzten Wochen mit Honig gefüllt haben. Rund zehn Kilogramm Frühtracht kamen so zusammen.

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Erntezeit bei der Bienen-AG: Die Fünft- und Sechstklässler des Erich-Kästner-Gymnasiums sowie AG-Leiter Tobias Peckskamp hoffen auf viele Kilogramm Honig.

Quelle: Torsten Lippelt

Laatzen-Mitte. In einem für Schüler üblicherweise unzugänglichen kleinen Innenhof stehen mehrere bunte Holzkisten übereinander. Vereinzelt schwirren Bienen von vier Völkern umher. In den letzten Wochen haben die Bienen von vielen tausend Blüten in der Umgebung Nektar gesammelten und in den Waben ihrer Bienenstöcke zu Honig verarbeitet.

Behutsam machen sich die AG-Teilnehmer in Schutzausrüstung daran, die Kisten nacheinander zu öffnen, um die mal mehr, mal weniger gefüllten Waben zu entnehmen. Der dabei versprühte Rauch dient zur Beruhigung der Bienen und erleichtert die Erntearbeit.

„Wir hoffen, dass wir nach dem Schleudern ungefähr zehn Kilo geerntet haben, um diesen in unsere vorbereiteten Honiggläser abzufüllen“, sagt der Biologie- und Deutschlehrer Tobias Peckskamp, seit dem vergangenen Jahr die Bienen-AG leitet. Aufgrund der zu erwartenden Blütenmischung im Frühjahr, von Obstblüten über Löwenzahn bis hin zu Raps, wird der Honig klassischerweise „Frühtracht“ genannt.

Bevor es soweit ist, müssen die Fünft- und Sechstklässler noch vorsichtig einige der auf den Honigwaben sesshaften Bienen wegwedeln. Mithilfe eines sogenannten Entdecklers kratzt Lukas (10) dann die Wachsabdeckung von den Waben ab. Sie werden anschließend mit ihrer Rahmenform in die Schleuder gestellt werden.  Es bedarf noch gemeinschaftlicher Anstrengungen, um die Trommel per Hand in die ausreichende Drehbewegung zu versetzen, doch schließlich läuft der goldfarbene Blütensaft in zur Zufriedenheit aller in den Sammeleimer.

Honiggläser werden verteilt

Später wird der Honig in selbst gestaltete Gläser umgefüllt mit der Aufschrift „EKG Bienen AG“. Zu kaufen gibt es den Honig nicht, vielmehr würden die Gläser innerhalb der Schule verteilt, so die AG-Teilnehmer.

„Die seit fünf Jahren bestehende Bienen-AG nimmt in unserem Nachmittagsangebot eine besondere Rolle ein", sagt AG-Leiter Peckskamp. Die Schülerinnen und Schüler könnten dort konkret mit Lebewesen arbeiten und Verantwortung für ihr ,eigenes' Bienenvolk übernehmen.

Allwöchentlich in der Schulzeit treffen sich die Kinder donnerstags am Nachmittag für 90 Minuten, um bei den Bienenstöcken nach dem Rechten zu sehen und mehr über die Bedeutung von Bienen zu erfahren. Ohne Bienen, die den Hauptanteil bei der Bestäubung von Obstbäumen und Blütenpflanzen haben, gäbe es ein massives Ernährungsproblem auf der Welt.

Schülerfirma im Hinterkopf

Eine Schülerfirma habe sich für die Bienen zwar noch nicht ergeben. „Allerdings habe ich das für weitere Planungen im Hinterkopf“, sagt der engagierte Lehrer, der weiterhin auf fleißige AG-Mitglieder und gute Ernten hofft. So könne man in den Wintermonaten aus dem angefallenen Wachs auch selbst Kerzen herstellen.

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Von Torsten Lippelt

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