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Bleibt Pfarrer Berkefeld bei St. Oliver?

Laatzen-Mitte Bleibt Pfarrer Berkefeld bei St. Oliver?

Bei einer Gemeindeversammlung hat die St.-Oliver-Kirchengemeinde am Sonntag über die geplanten zukünftigen Strukturen im Bistum Hildesheim und die Bildung von übergeordneten Personalteams informiert. Ob Pfarrer Thomas Berkefeld der St.-Oliver-Kirchengemeinde erhalten bleibt, steht noch nicht fest.

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Ob Pfarrer Thomas Berkefeld der Laatzener St.Oliver-Kirchengemeinde zukünftig erhalten bleibt steht in den Sternen. In einer Box können die Gemeindemitglieder künftig Kritik, Wünsche und Anregungen abgeben.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte. "Ich halte die Veränderungen für sehr dramatisch, weil sie sehr viel umwerfen werden", machte Berkefeld seine Meinung deutlich. Zuvor hatten er und andere Vertreter die geplanten zukünftigen Strukturen im Bistum Hildesheim und deren Auswirkungen auf die Gemeinde dargestellt. Wie berichtet sollen die 23 Pfarreien in der Stadt und Region Hannover künftig zwar erhalten bleiben, sie werden aber zu Pastoralteams zusammengeführt. "Ein Pfarrer leitet zusammen mit seinem Team dann mehrere Pfarreien", sagte Andreas Müller vom Dekanatspastoralrat und Pfarrgemeinderat.

"Wir werden ein gemeinsamer Pastoraler Raum mit verschiedenen Pfarreien im Süden von Hannover sein", stellte Müller die derzeitigen Planungen vor. Für St. Oliver (Laatzen), St. Augustinus (Ricklingen), St. Bernward (Döhren) und Zu den Heiligen Engeln (Kirchrode) seien nach derzeitigem Stand ein Pfarrer, zwei Pastoren, zwei Gemeinderäte, ein Diakon und ein Verwaltungsbeauftragter vorgesehen.

Gemeindereferentin Martina Teipel machte deutlich, dass ein Priester künftig für mehrere Gemeinden tätig sein wird. "Wir werden die Anzahl der heiligen Messen reduzieren müssen", ergänzte Christine Braun, die Vorsitzende des Gemeinderates. "Wahrscheinlich wird es künftig nicht mehr an jedem Sonntag an jedem Kirchort eine heilige Messe geben." Auch Messen an Werktagen seien möglich. Und: "Die Menschen werden sich bewegen müssen, um zu anderen Gemeinden zu fahren", sagte Braun. Sie kündigte an, die Gemeinde werde sich um den Ausbau des Fahrdienstes für ältere Menschen bemühen. Alle Beteiligten machten allerdings deutlich, dass das Ehrenamt künftig noch stärker gefordert sei.

Personalentscheidungen seien noch völlig offen. "Die personelle Zuordnung wird aber einiges ändern", glaubt Berkefeld. "Was das für Frau Teipel oder mich bedeutet, das wissen wir nicht. Ob wir bleiben oder nicht ist noch nicht entschieden. Diese Entscheidung liegt nicht bei uns, sondern in Hildesheim." Braun machte deutlich, der Gemeinde sei es wichtig, "dass es eine Person gibt, die mit dem Gemeindeleben vertraut ist. Wir wünschen uns jemanden, der nicht nur hier arbeitet, sondern auch hier mit den Menschen lebt."  

Michael Weiss vom Kirchenvorstand gab zu bedenken, dass andere Gemeinden das ähnlich sehen werden: "Perspektivisch werden nur die Kirchorte erhalten bleiben, die von den Menschen genutzt und als Gebetsort angenommen werden." Berkefeld bat die Gemeinde, nicht in Konkurrenzdenken zu verfallen und "um Priester und hauptamtliche zu kämpfen".

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Zahlreiche Gemeindemitglieder kommen am Sonntag zur Gemeindeversammlung in die St.-Oliver-Kirche.

Quelle: Daniel Junker

Von Daniel Junker

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