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Bombennacht: St.-Marien-Glocken läuten nun doch

Grasdorf Bombennacht: St.-Marien-Glocken läuten nun doch

Die St.-Marien-Kirchengemeinde wird nun doch in Erinnerung an die Grasdorfer Bombennacht 1943 ihre Glocken erklingen lassen - allerdings etwas früher am Abend: Pastor Burkhard Straeck kündigt für Donnerstag eine Andacht für 20 Uhr an.

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Die Glocken der Grasdorfer St.-Marien-Kirche werden am Donnerstagabend nun doch in Erinnerung an die Bombennacht vom September 1943 erklingen - allerdings schon um 20 Uhr.

Quelle: Dorndorf

Grasdorf. Die Gemeinde entspricht damit in Teilen der Bitte, die die Stiftung Grasdorf an der Leine im August vorgetragen hatte. Die Initiative um den Grasdorfer Walter Battermann hatte vorgeschlagen, die Glocken jeweils am Jahrestag um 22 Uhr erklingen zu lassen. Zu dieser Uhrzeit begann am 22. September 1943 der Luftangriff der Alliierten, bei dem der Ort zu geschätzt 80 Prozent zerstört wurde.

Statt um 22 Uhr soll die Andacht am Donnerstag um 20 Uhr beginnen. "Zur Andacht wird zunächst das normale Andachtsgeläut erklingen", sagt Straeck. Während des etwa 20-minütigen Gedenkens folge dann das Läuten der sogenannten Sterbeglocke: Die größte und tiefste der vier Glocken von St. Marien wird üblicherweise auch bei Todesfällen geläutet. Alle Grasdorfer und sonstigen Interessierten seien bei der Andacht willkommen, betont Straeck.

"Weil wir nun die Form der Andacht gewählt haben, haben wir die Möglichkeit des normalen Geläuts, wie die Läuteordnung es vorsieht", ergänzt der Pastor. Vorangegangen seien der Entscheidung Gespräche mit Mitgliedern der Gemeinde, von denen auch der Vorschlag stamme, das Gedenken vorzuverlegen. Wie berichtet, hatte der Kirchenvorstand die Initiative des Gedenkens zunächst abgelehnt, weil sie befürchtet, bei einem Läuten außerhalb von Gottesdiensten und Andachten für Unruhe im Ort zu sorgen.

Wie die Gemeinde in den nächsten Jahren mit dem Thema umgeht, ist noch offen. "Ich möchte erst einmal sehen, wie das angenommen wird", sagt Straeck.

Battermann zeigte sich mit dieser vorläufigen Lösung zumindest in Teilen zufrieden. "Ich bin zufrieden, das überhaupt etwas passiert", sagt der Grasdorfer - und fügt hinzu. "Aber es wäre natürlich um 22 Uhr besser."

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Nach der Brandnacht des 22. September 1943 stehen nur noch die Grundmauern der St.-Marien-Kirche.

Quelle: r
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