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Brandalarm und Streit in Flüchtlingsunterkunft

Laatzen-Mitte Brandalarm und Streit in Flüchtlingsunterkunft

Feuerwehr und Polizei mussten am Wochenende zwei Mal zur neuen Flüchtlingsunterkunft an der Gutenbergstraße ausrücken. Beim ersten Vorfall am Freitagabend brannte ein Toast an. Am Sonntagabend folgte ein heftiger Streit zwischen Bewohnern, bei denen zwei Personen Stich- und Schnittwunden erlitten.

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Die Feuerwehr rückt am Freitagabend wegen eines Brandalarms zur Unterkunft an der Gutenbergstraße aus.

Quelle: Senft

Laatzen-Mitte. Die Polizei rückte am Sonntag gegen 21 Uhr mit mehreren Streifenwagen an, um den Streit zwischen den Bewohnern zu schlichten. Der Sicherheitsdienst hatte dies zuvor vergeblich versucht. Wie die Polizei mitteilt, waren an dem Streit fünf Personen zwischen 24 und 39 Jahren beteiligt. Zwei von ihnen trugen schwerere Verletzungen davon, so dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten: Ein 28-Jähriger erlitt eine Stichverletzung am Ellenbogen, ein 24-Jähriger eine Schnittwunde an der Hand. Zwei weitere hatten Schürfwunden, verzichteten jedoch auf eine Behandlung.

Worum es in dem Streit genau ging, ist unklar. "Niemand hat Deutsch oder Englisch gesprochen", sagte ein Polizeisprecher - daher seien die genauen Hintergründe und der Tathergang unklar. Es sei bei dem Streit aber vermutlich um Geld gegangen. Die Schnittwunden rührten entweder von den Scherben eines zerbrochenen Tellers oder von einer Schere her, die die Polizei sicherstellte. Die Ermittler gehen bislang davon aus, dass zwei der Beteiligten von den anderen drei Personen im Bett überrascht wurden. Die Ermittlungen dauern an. Das DRK als Betreiber sprach im Gegensatz zur Polizei von lediglich drei Beteiligten.

Die Unterkunft in der Gutenbergstraße war erst in der vergangenen Woche bezogen worden. Vorher waren die knapp 190 Bewohner in der Sporthalle an der Gutenbergstraße untergebracht. Erst am Freitag sind die letzten der Bewohner im neuen Domizil eingetroffen.

Polizei und DRK berichteten, dass der Vorfall der erste in dieser Schwere war. "Wir haben schon kleinere Streitereien im Zusammenhang mit Diebstählen gehabt, bei denen es zu Beleidigungen oder Schubsereien kam", sagt Stefan Schwarzbard, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes. Das DRK betont, dass tagsüber Sozialarbeiter vor Ort sind, um Auseinandersetzungen im Gespräch zu lösen.

Feueralarm am Freitag: Bereits am Freitag war die Laatzener Feuerwehr gegen 19 Uhr zu einem Feueralarm in der Unterkunft ausgerückt. Grund war ein angebranntes Toast auf einer Herdplatte, das stark gequalmt hatte. Als die Feuerwehr eintraf, war das Toast zwar bereits von der Herdplatte entfernt - die Einsatzkräfte sprachen allerdings ein ernstes Wort mit dem Sicherheitsdienst: Eigentlich hätte das Gebäude evakuiert werden müssen.

Das DRK räumte inzwischen ein, dass die Vorschriften dies eigentlich so vorsehen. Der Sicherheitsdienst habe die Lage an dem Abend so eingeschätzt, dass die Gefahr gebannt war. Man habe eine Verunsicherung der Bewohner vermeiden wollen. In Zukunft werde das Gebäude in solchen Fällen geräumt, sagte DRK-Sprecherin Nadine Hunkert. "Wir haben den Sicherheitsdienst darauf hingewiesen."

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Die Feuerwehr rückt am Freitagabend wegen eines Brandalarms zur Unterkunft an der Gutenbergstraße aus.

Quelle: Senft
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