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Die Laatzener lieben ihre Natur

Laatzen Die Laatzener lieben ihre Natur

Wie lässt es sich in Laatzen leben? Die Stadt hat beim sogenannten Bürgerpanel mehr als 2000 Laatzener befragt, diesmal mit dem Schwerpunktthema Freizeit. Ergebnis: Die Laatzener verbringen ihre Zeit am liebsten in der Leinemasch - und es fehlt ein Kino.

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Hinaus ins Grüne: Der Park der Sinne und die Leinemasch sind die beliebtesten Freizeitziele der Laatzener.

Quelle: Dorndorf

Laatzen. 2200 Menschen hatte die Stadt bei der dritten Auflage des Bürgerpanels im November 2015 befragt. 1226 Laatzener antworteten - die Ergebnisse gelten damit als repräsentativ. Gefragt wurde unter anderem nach Lieblingsfreizeitorten, nach fehlenden Angeboten und nach Wünschen für das Erweiterungsgelände am Park der Sinne.

Der Lieblingsort der Laatzener ist demnach die Leinemasch: 98 Prozent gaben an, dass sie mit der Naturlandschaft zufrieden sind, 44 Prozent sogar "sehr zufrieden". Richtig gute Noten bekam auch der Park der Sinne (91 Prozent Zufriedenheit) und das Wiesendachhaus (90).

Schlecht weg kommt hingegen das Musikangebot in der Stadt. Mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) sind überwiegend unzufrieden damit, ein Viertel vergab sogar die Schulnote 5 oder 6 ("unzufrieden"/"sehr unzufrieden"). Ob damit eher Kritik am Konzertangebot oder dem Instrumentalunterricht gemeint ist, ist unklar.

Bei der Präsentation am Dienstagabend im Erich-Kästner-Schulzentrum vor rund 70 Zuhörern hatte es noch geheißen, dass vor allem die Stadtbücherei schlecht bewertet wurde. Am Tag darauf korrigierte Fabian Hüper von der mit der Umfrage beauftragten Agentur für virtuelle Kommunikation (AVK) diesen Befund - ein Darstellungsfehler.

Größter Wunsch der Laatzener ist und bleibt ein Kino in der Stadt - der Punkt findet sich ganz oben auf der Liste der fehlenden Freizeitangebote.

Teilgenommen haben bei der Befragung überwiegend ältere Laatzener: 46 Prozent der Panelisten - so werden die Teilnehmer genannt - sind 60 Jahre oder älter und damit überrepräsentiert. Nur 4,3 Prozent sind hingegen zwischen 20 und 29 Jahre alt, noch geringer war die Beteiligung unter Jugendlichen. Wie berichtet, hatte die Stadt bereits im Februar die Ergebnisse einer eigenen Schülerbefragung veröffentlicht.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Lieblingsorte: Kein Platz in Laatzen ist so beliebt wie die Leinemasch. 55 Prozent der Befragten gaben die Naturlandschaft als ihren Lieblings-Freizeitort an - gefolgt vom Park der Sinne, dem Aqualaatzium und dem Leine-Center. Allerdings hängt die Bewertung ganz erheblich vom Alter ab: Bei den Jugendlichen unter 20 Jahren steht das Leine-Center an erster Stelle - dies hatte unlängst auch schon eine Jugendbefragung ergeben. 

Fehlende Freizeitangebote: Ganz oben auf der Liste steht bei Laatzens Bürgern der Wunsch nach einem Kino oder Autokino. 229 gaben dies auf eine offene Frage hin an. Auf 161 Nennungen kommt der Wunsch nach mehr Kultur und Veranstaltungen, 153 Menschen sehen Verbesserungsbedarf bei gastronomischen Angeboten, 57 bei Sportangeboten. Ob Laatzen jemals ein Kino bekommen wird, zweifelte Bürgermeister Jürgen Köhne bei der Präsentation am Dienstag deutlich an. "Es hat in der Vergangenheit mehrere Anläufe gegeben", sagte Köhne - zuletzt bei der Erweiterung des Leine-Centers. Wann immer aber ein Interessent sich die Situation in Laatzen näher befasste, sei er abgesprungen. Die Einflussmöglichkeiten der Stadt seien mithin begrenzt.

Zufriedenheit mit Freizeitangeboten: Insgesamt sehen die Laatzener das Freizeitangebot in der Stadt positiv: 81,9 Prozent sind überwiegend zufrieden, davon 5,3 Prozent "sehr zufrieden". Jüngere bewerten Laatzen allerdings weitaus schlechter als Ältere. Unterm Strich gut weg kommen vor allem naturnahe Angebote wie der Park der Sinne, die Leinemasch und das Wiesendachhaus, Kritik gibt es neben dem Musikangebot auch an der Gastronomie in der Stadt mit nur 62 Prozent Zufriedenheit. 61 Prozent verbringen ihre Freiheit innerhalb Laatzens, bei den Jüngeren ist der Anteil geringer.

Grillmöglichkeiten im Park der Sinne: Gefragt hat die Stadt auch danach, welche Angebote sich Laatzens Bürger auf der Erweiterungsfläche des Parks der Sinne wünschen. Populär ist vor allem der Wunsch nach Möglichkeiten zum Grillen und Picknicken (59 Prozent), gefolgt von Boule (43), ökologischen Projekten (39), Beachvolleyball (26) und einem Bolzplatz (21). Bei Jugendlichen steht hingegen neben Grillen/Picknick ein Bolzplatz hoch im Kurs. Zu den frei formulierten Vorschlägen zählen ein besseres Gastronomieangebot, ein Spielpatz, kulturelle Veranstaltungen und Minigolf.

Glückliches Alt-Laatzen: Gefragt wurde auch nach der Allgemeinen Zufriedenheit. Fazit: Die Laatzener fühlen sich wohl in ihrer Stadt - und zwar insgesamt 94,2 Prozent der Befragten. 76,3 Prozent gaben an, "sehr gern" oder "gern" in Laatzen zu leben, weitere 17,9 Prozent immerhin "recht gern". Das sind nahezu die gleichen Werte wie bei der Befragung im Frühjahr 2015. Besonders wohl fühlen sich dabei die Alt-Laatzener: 91,3 Prozent gaben "gern" oder "sehr gern" als Antwort an - ein Spitzenwert, der selbst das zweitplatzierte Grasdorf in den Schatten stellt (83,2 Prozent). Weniger positiv gestimmt sind hingegen die Menschen in Gleidingen (69 Prozent) und Ingeln-Oesselse (60,9).

Die Gründe für die relative Unzufriedenheit in den südlichen Stadtteilen wurden nicht ausdrücklich erfragt, es gibt aber Hinweise: In Ingeln-Oesselse äußerten sich nur 29,5 Prozent der Teilnehmer mit den Freizeitmöglichkeiten "zufrieden" oder "sehr zufrieden". Zum Vergleich: In den übrigen Stadtteilen schwankt der Wert zwischen 36 und 48 Prozent. Eine Rolle dürften auch die Nahversorgungssituation in Gleidingen und der Nahverkehr in Ingeln-Oesselse spielen - gefragt wurde danach aber nicht.

Bürgermeister Köhne kündigte an, dass die Ergebnisse in die Überlegungen zur Stadtentwicklung einfließen werden - das gelte insbesondere für die Umfrage zum Park der Sinne. Die Auswertung des Bürgerpanels ist ab Donnerstag, 28. April, im Internet auf der städtischen Seite www.laatzen.de einsehbar.

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