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CDU protestiert gegen Kehrgleis-Pläne für Linie 2

Gleidingen CDU protestiert gegen Kehrgleis-Pläne für Linie 2

Die Pläne der Region, ein provisorisches Kehrgleis auf Höhe der Buswendeschleife am nördlichen Gleidinger Ortseingang einzurichten, stößt auf Protest. Die Gleidinger CDU besteht auf eine Verlängerung der Linie 2 bis zum südlichen Ortsausgang. Auch verhindere das Vorhaben eine mögliche Wohnbebauung.

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Die Region möchte an der Busschleife bei Gleidingen ein Stadtbahn-Kehrgleis einrichten - und müsste dafür einen Teil der angrenzenden Wiese (links im Bild) pachten. Die Gleidinger CDU protestiert gegen die Pläne. 

Quelle: Dorndorf

Gleidingen. Eigentlich wollten die Gleidinger Christdemokraten bei ihrem Stammtisch am vergangenen Mittwoch über die anstehende Landtagswahl und die Ergebnisse der Bundestagswahl sprechen. Nach dem Bericht über die Stadtbahn-Pläne in dieser Zeitung gab es jedoch nur noch ein Thema: das geplante provisorische Kehrgleis an der Buswendeschleife zwischen Orpheusweg und Tordenskioldstraße, das als Alternative zu den umstrittenen Plänen eines Kehrgleises am Rethener Galgenberg eingerichtet werden soll.

"Welche Vorteile ergeben sich aus einem Kehrgleis in Gleidingen, wenn dieses Areal vielleicht zukünftig für Wohnbebauung geeignet scheint?" fragt der stellvertretende Ortsbürgermeister Rolf Pieper (CDU) in einer Stellungnahme zu den Plänen. Sollte die Region Hannover ein Kehrgleis an der Busschleife einrichten, müsste sie auch einen Teil der angrenzenden Pferdekoppel überbauen. "Man kann durchaus Verständnis für die Bürger am Galgenberg haben, sollte jedoch nicht aus diesen Ängsten heraus Druck auf den Besitzer der Pferdekoppel ausüben", findet Pieper. Tatsächlich lehnt auch der Eigentümer der Wiese Friedrich-Wilhelm Knust die Pläne ab. "Das will keiner in Gleidingen", sagt er - im Ortsrat werde stattdessen eine Verlängerung der Linie 2 bis hinter Gleidingen favorisiert.

Das sieht auch Pieper so. "Die von allen Fraktionen im Ortsrat und vielen Mitgliedern des Stadtrates geforderte Verlängerung der Linie 2 an den südlichen Ortsrand hätte nur Vorteile für Gleidingen und die benachbarten Ortsteile. Schließlich gibt es hinter dem Dammackerweg genügend Platz, um die Linie 2 und den dritten Wagen der Linie 1 in einem Kehrgleis zu parken."

Die CDU fragt auch danach, welche Zukunft die Stadtbahn in Gleidingen künftig überhaupt noch habe: Wie berichtet, läuft der Vertrag mit dem Landkreis Hildesheim für die Streckenführung bis Sarstedt 2027 aus. Die Region will in keine dauerhafte Lösung für einen Stadtbahnhalt am geplanten Kehrgleis investieren, solange die Vertragsverlängerung nicht durch ist. "Steht zu befürchten, dass auf Dauer nur noch Busse nach Gleidingen fahren, wenn es keine Einigung mit Hildesheim gibt?" will Pieper wissen.

Tatsächlich wartet auch die Region Hannover auf einen Vorstoß aus Hildesheim. Im Regionshaus ist man allerdings zuversichtlich, dass dieser kommen wird, wie Christian Weske, Koordinator Stadtbahninfrastruktur bei der Region, unlängst im Stadtentwicklungsausschuss erläuterte. "Es ist das dritte Mal, dass der Vertrag ausläuft" - bislang habe es immer eine Lösung gegeben. Aktuell gehe es darum, wer die notwendigen Hochbahnsteige auf dem Hildesheimer Kreisgebiet bezahlen soll. "Der Landkreis Hildesheim will dies nicht finanzieren", berichtet Weske. "Aber ich gehe davon aus, dass es politisch gewünscht ist und eine Lösung geben wird" - zumal der Bau von Hochbahnsteigen mittelfristig verpflichtend sei.

Die Weichen dafür könnten schon bald gestellt werden: So laufe der Nahverkehrsplan für die Region Hannover im Jahr 2020 und der Plan für Hildesheim 2021 aus. "Entweder es wird schon dann etwas reinverhandelt oder es wird ab 2022 ernsthaft verhandelt, wie es weitergehen soll."

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