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CDU-Kandidatin Rohde profitiert von Quotenregel

Laatzen CDU-Kandidatin Rohde profitiert von Quotenregel

Für die Laatzener CDU wird nun wohl doch Angelika Rohde auf Listenplatz 1 in die Wahl zur Regionsversammlung gehen. Der Kreisvorstand hat sich über das Votum der Mitglieder im Stadtverband hinweggesetzt - und verweist auf das angestrebte Frauenquorum.

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Ringen um Listenplätze für die Wahl zur Regionsversammlung: Christoph Dreyer und Angelika Rohde.

Quelle: privat

Laatzen. Eigentlich sollte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Christoph Dreyer im September bei der Wahl zur Regionsversammlung als Laatzener Spitzenkandidat ins Rennen gehen. So hatten es die Mitglieder des Stadtverbands am 27. Januar jedenfalls mehrheitlich entschieden - für Dreyer stimmten seinerzeit 28 Mitglieder, für Rohde 21. Konkret geht es dabei um den ziemlich sicheren ersten Listenplatz für den Wahlbereich 8, zu dem auch Sehnde und Pattensen gehören.

Der Kreisverband sieht nun jedoch stattdessen die amtierende Regionsabgeordnete Angelika Rohde, die wie Dreyer aus Ingeln stammt, für den Spitzenplatz vor. Begründet wird dies mit dem von der Landes-CDU vorgegebenen Quorum: Demnach muss unter den ersten drei Spitzenplätzen in einem Wahlbereich mindestens eine Frau befinden. Da jedoch mit Konrad Haarstrich aus Sehnde und dem Pattenser Jonas Soluk auch die beiden Nachbar-Stadtverbände für männliche Kandidaten votierten, landet Dreyer nun auf Listenplatz vier. Beim Kreisverband verweist man darauf, dass solche Korrekturen immer wieder vorkämen.

"Ich bin überhaupt nicht glücklich darüber", sagt der Stadtverbandsvorsitzende. "Ich habe natürlich damit zu knapsen, dass hier der Wille der Laatzener Mitglieder auf übergeordneter Ebene kein Gehör findet." Will Dreyer das angestrebte Mandat erringen, muss er nun möglichst viele persönliche Stimmen auf sich vereinigen: Denn neben dem Listenkandidaten hat auch derjenige, der im Wahlbereich am meisten persönliche Stimmen auf sich vereinigt, Chancen auf ein Mandat.

Das letzte Wort über die Listenplatzvergabe hat die CDU-Delegiertenversammlung, die am 12. März in Barsinghausen tagt - theoretisch können sich dann noch Änderungen ergeben.

Von Johannes Dorndorf

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