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CDU diskutiert zum Wahlkampfauftakt über Schule

Grasdorf CDU diskutiert zum Wahlkampfauftakt über Schule

Das großes Thema "Schule" hat sich die Laatzener CDU zum Wahlkampfauftakt herausgesucht. Beim Diskussionsabend mit Lehrer- und Elternvertretern am Mittwoch ging es sodann vornehmlich um landespolitische Themen wie Lehrerversorgung und Unterrichtsausfall aber auch lokale Auswirkungen.

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Heike Köhler von der Volksinitiative "Wir für bessere Schule" diskutiert mit Vertretern der Laatzener CDU, darunter dem stellvertretenden Stadtverbandsvorsitzenden Peter Friedsch (von links) als Moderator, dem Ratsherren und Vater Martin Löhlein, der schulpolitischen Sprecherin Gundhild Fiedler-Dreyer sowie der Hildesheimer Gymnasiallehrerin Ellen Reineke (Mitte) und Zuhörern.

Quelle: Astrid Köhler

Grasdorf. Eine Unterrichtsversorgung von 98 Prozent wie zuletzt für Niedersachsen errechnet, höre sich nicht schlecht an, betonte Gastrednerin Heike Köhler von der Volksinititative Wir für bessere Schule. "In Wirklichkeit heißt es aber, dass wenn alle da sind, kein voller Unterricht angeboten wird." Ausfälle durch Krankheit, Schwangerschaft, Fortbildung und Schulausflüge kämen erst noch hinzu.

Es vergehe keine Woche, in der nicht bei mindestens einem seiner drei Kinder Unterricht ausgefallen sei, berichtete der Laatzener CDU-Ratsherr Martin Löhlein, der als Vertreter der Elternschaft sprach. Die Schule versuche die Lücken stets zu füllen und vernünftigen Unterricht anzubieten, doch in den fünften und sechsten Stunden gelänge dies oft nicht. Etwa 20 Prozent der Eltern mache der Unterrichtsausfall Angst, weil sie um die Abschlüsse und Chancen ihrer Kinder fürchteten, so Löhleins Beobachtungen. "Weiteren 20 Prozent ist es egal und die restlichen stehe auf Seiten der Schüler und finden gut."

Die Zeiten der Lehrerschwemme sei vorbei, konstatierte Hannelore Flebbe aus dem Publikum, der Beruf sei nicht mehr gesucht: "Wir können keine Lehrer backen", so die Ratsfrau. Schule müsse daher ein schöner Ort sein, um wieder attraktiv zu sein.

Diesen Ball nahm auch die schulpolitische Sprecherin der CDU Gundhild Fiedler-Dreyer auf: "Der Investitionsstau in den Laatzener Schulen hat uns in den letzten Jahren sehr geärgert." Es müsse über Brandschutzmaßnahmen hinaus Geld in die Schulen gepumpt werden, damit diese als Lernort attraktiv sind.

Weitere Themen waren unter anderem der Fortbestand der Förderschule, parallel zur ebenfalls gewünschten inklusiven Beschulung und die Beibehaltung von Noten in der Grundschule anstelle textlastiger  "Lernentwicklungsberichtszeugnissen". Ihrer Gastrednerin Köhler versprachen die CDU-Vertreter, sie bei der Sammlung der erforderlichen 70.000 Unterschriften zu unterstützen, damit die Forderungen der Volksinitative im Landtag behandelt werden.

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Von Astrid Köhler

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