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An der Grundschule herrscht Raumnot

Rethen An der Grundschule herrscht Raumnot

An der Grundschule Rethen wächst die Unzufriedenheit über die beengte Raumsituation: Wegen der steigenden Klassenzahl hat die Schule einen Raum des Ganztagsbereichs opfern müssen. CDU und FDP im Ortsrat fordern nun einen Anbau der Schule.

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Wenn die Kinder, die im alten Gebäude unterrichtet werden, auf die Toilette wollen, müssen sie den Schulhof überqueren - bei jedem Wetter.

Quelle: Daniel Junker

Rethen. Zuletzt hatte die Stadt den längst beschlossenen Anbau der Grundschule auf Eis gelegt, weil die Schüler- und Klassenzahlen laut Verwaltung zurückgehen: Laut einer Prognose von Ende 2015 sinken die Schülerzahlen bis 2021 auf 227 - aktuell sind es 298.

Bislang ist von einem Rückgang jedoch nichts zu spüren: Wegen der steigenden Zahl an Inklusionskindern (derzeit acht) hat sich die Schule zu diesem Schuljahr zur Bildung von vier statt der ursprünglich geplanten drei ersten Klassen entschlossen - insgesamt sind es nun 15 Klassen. Um dafür Platz zu schaffen, wurde im Alten Schulgebäude an der Thiestraße ein Ganztagsraum in einen Klassenraum umgewidmet.

"Der Ganztag kann nur im Bereich der Sporthalle und der Außenspielfäche abgebildet werden - das ist nicht akzeptabel", finden CDU und FDP in Rethen. "Außerdem ist der Raum in der Alten Schule nach heutigen Maßstäben nicht als Unterrichtsraum geeignet", sagte CDU-Ortsratmitglied Peter Friedsch in der jüngsten Sitzung des Gremiums. "Die Verwaltung hat alles in die Alte Schule reingequetscht, damit es schön billig ist." Für CDU und FDP steht fest: In Rethen muss ein Anbau her.

Der SPD fehlen noch Informationen dazu. "Den Beschluss, die Schule bedarfsgerecht auszustatten, gibt es schon lange", sagt Fraktionschefin Rita Heitsch. Sie habe noch viele Fragen an die Verwaltung. "Solange ich nicht weiß, was bedarfsgerecht ist, kann ich die Verwaltung nicht beauftragen: Plant mal eine Erweiterung."

Wie es aus Sicht der Betroffenen ist, schilderte Peter Passon, dessen Tochter die erste Klasse im Altbau besucht. "Im Gebäude gibt es keine Toilette, die Kinder müssen dafür über den Schulhof gehen - auch im Winter."

Auch aus Sicht der Schulleitung besteht Handlungsbedarf. Beim Ganztagsangebot müsse die Schule - mit den verbundenen Konflikten - auf Klassenräume ausweichen, sagt Schulleiterin Bärbel Vujicic auf Nachfrage. Auch fehle es an Platz für Differenzierungsangebote. "Nahezu unerträglich ist die Situation dadurch geworden, dass uns aus Brandschutzgründen auch die letzten Nischen genommen wurden" - inzwischen seien Tische und Stühle in Fluren untersagt. "Die Kinder brauchen hier und jetzt ein positives Lernumfeld", bekräftigt Vujicic. Sie finde es "nicht fair den Kindern und auch den Lehrkräften gegenüber", ihnen dies vorzuenthalten.

Stadtrat Axel Grüning betont, dass die Stadt wirtschaftlich handeln müsse - und verweist auf den anstehenden Schülerrückgang. Aber stimmen die Zahlen? Nicht nur Passon fragt sich, warum Rethen trotz der Bebauung im Holzfeld, an der Pattenser Straße, der Sehlwiese und den Plänen für die Braunschweiger Straße Kinder verliert. Auf Nachfrage bestätigte die Stadt, dass alle vier Gebiete einkalkuliert seien.

Einen Beschluss fiel im Ortsrat nicht: Wegen der Bedenken der SPD wurde das Thema vertagt.

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Eien Klasse wird an der Grundschule Gleidingen derzeit wieder im alten Gebäude unterrichtet. Dafür wird der ehemalige Bewegungsraum genutzt.

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Quelle: Daniel Junker
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