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DRK: "Wir nehmen die Bedenken sehr ernst"

Laatzen-Mitte DRK: "Wir nehmen die Bedenken sehr ernst"

Von der Betreibersuche der Stadt Laatzen bis zur Umwandlung der EKS-Schulsporthalle in eine Flüchtlingsunterkunft sind seit Januar kaum vier Wochen vergangen. Am Dienstag werden dort die ersten 52 Männer erwartet. Wir haben vorab mit dem Betreiber DRK Region Hannover gesprochen

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Janike Kreinhacke ist als Leitung Sozialarbeit beim DRK Region Hannover mit zuständig für 140 Mitarbeiter in den Flüchtlingsunterkünften.

Quelle: privat

Laatzen-Mitte. Janike Kreinhacke (26) gehört zum dreiköpfigen Leitungsteam Sozialarbeit und ist beim DRK Region Hannover für 140 Mitarbeiter in den Flüchtlingsunterkünften zuständig, vorrangig in Garbsen, Ahlem und im Siloah und nun auch mit für Laatzen. Mit Kreinhacke sprach Redakteurin Astrid Köhler.

In dieser Woche, am Dienstag, beziehen die ersten Flüchtlinge die erste temporäre Unterkunft in einer Sporthalle. Wie gut lief angesichts der knappen Zeit die Vorbereitung?

Bisher planmäßig. In der Halle ist alles fertig, die Sozialarbeiter wissen Bescheid. Wir haben die Liste mit Namen und können uns vorbereiten.

Was genau passiert am Tag der Ankunft?

Wenn die Bewohner kommen, werden sie in Empfang genommen und formal mittels eines Aufnahmebogens erfasst. Dann bekommen sie ihre Erstausstattung: Bettwäsche, Handtuch und so weiter. Im Laufe des Tages bekommen sie ihre erste Mahlzeit in der Unterkunft und können sich zurechtfinden. Die Aufnahme wird sich sicherlich den gesamten Tag hinziehen. Außer den drei Sozialarbeitern wird eine unserer Leitungen da sein und unterstützen.

Auch beim erfahrenen DRK gelten Turnhallenbelegungen als "sensibel". Warum?

Es ist Fakt, dass die Privatsphäre sehr beeinträchtigt ist. Wir müssen Stellwände aufstellen, damit die Stimmung von Anfang an gut ist. Auch ist die Lage der Einrichtung sensibel.

Stadt und DRK haben gut besuchte Infoveranstaltungen zur Hallenbelegung angeboten, bei denen Sie auch waren. Wie war Ihr Eindruck?

Es gibt Sicherheitsbedenken, gerade bei Eltern. Die nehmen wir sehr ernst. Es gibt eine riesengroße Angst vor dem Unbekannten. Das kann ich auch verstehen. Aus den Erfahrung, die wir gemacht haben, kann ich aber sagen: Man muss keine Angst haben.

Sprachkurse sind das eine, was Abwechslung im Hallenalltag bereiten soll. Gibt es sonst noch Beschäftigungsangebote für die Menschen?

Auf jeden Fall. In erster Linie geht es aber zunächst darum, dass sie ankommen, ihre Formalitäten erledigen. Sobald sie zur Ruhe gekommen sind, starten wir die ersten Projekte.

Was könnten das für Projekte sein?

Denkbar ist das, was wir auch in anderen Einrichtungen haben: Zum Beispiel stellt ein Verein seine Küche zum Kochen zur Verfügung, es gibt Musik- oder gemeinsame Sportangebote. Es ist uns Wir hoffen auf die Zusammenarbeit mit Menschen.

Mit wem kooperiert das DRK aktuell bei der Unterkunft in der Laatzener Sporthalle?

Das Netzwerk für Flüchtlinge in Laatzen ist intensiv mit uns in Kontakt. Dafür sind wir sehr dankbar. Auch hat die Kirchengemeinde St. Oliver schon Hilfe angeboten. Ansonsten müssen wir abwarten, wie es läuft und wie der Bedarf ist. Wir können erst anfangen, richtig zu planen, wenn die Leute da sind. Das geht erfahrungsgemäß sehr schnell.

In Alt-Laatzen betreut das DRK ja bereits seit November 52 Syrer im leer stehenden Grundschultrakt. Wie läuft es dort?

Ich bin sehr zufrieden, es ist sehr ruhig, gibt kaum Konflikte. Die Bewohner sind untereinander gut oranisiert. Von den Sozialarbeitern weiß ich, dass die Bewohner sehr freundlich und zugänglich sind. Ich bin beeindruckt von Menschen, die in so einer Lage und trotzdem so genügsam sind.

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Janike Kreinhacke ist als Leitung Sozialarbeit beim DRK Region Hannover mit zuständig für 140 Mitarbeiter in den Flüchtlingsunterkünften.

Quelle: privat

Von Astrid Köhler

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