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Wo bitteschön darf denn hier gegrillt werden?

Laatzen Wo bitteschön darf denn hier gegrillt werden?

Sommer ist Grillsaison - aber was tun, wenn man keinen Garten oder Balkon hat? In Laatzen ist das Grillen im öffentlichen Raum fast überall verboten. Die Diskussion um eine Angebot auf der Erweiterungsfläche des Parks der Sinne ist im Gange - zumal einige die Vorschriften ignorieren.

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In Laatzen ist Grillen fast überall tabu - zumindest auf öffentlichen Flächen. Jetzt wird diskutiert, ob im Park der Sinne ein Grillplatz geschaffen werden soll.

Quelle: Rolf Vennenbernd (dpa)

Laatzen. Wenn Gleidingens Feld- und Forsthüter Hans-Jürgen Wohlfarth an Wochenenden durch die Leinemasch streift, sind illegale Griller in den Sommermonaten für ihn ein Dauerthema. "Jetzt in den hießen Tagen ist laufend was los", sagt Wohlfarth, den den Koldinger sehen sehe ständig zurückgelassene Wegwerfgrills - oder gleich die Grillrunde selbst. "Es kommt immer wieder die Frage, wo man denn sonst grillen kann." Der Gleidinger kann dann auch nur mit der Schulter zucken - und allenfalls auf den Heiseder Teich verweisen.

Wohl auch deshalb hat die jüngste Bürgerbefragung zur Erweiterungsfläche des Parks der Sinne - dem ehemaligen IBM-Klubgelände - ein eindeutiges Ergebnis gebracht: Mit Abstand am häufigsten - von 58,9 Prozent - wurde ein Platz zum Grillen und Picknicken gefordert, bei den Jugendlichen waren es sogar 68,5 Prozent. Bei der jüngsten Diskussion im Fachausschuss des Rates klang dennoch Skepsis durch: Wie berichtet, sorgt sich die CDU um die Sauberkeit und forderte die Verwaltung auf, nach Lösungen zu suchen.

Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich: "Generell wäre ein solcher Platz super. Ich sehe keinerlei Konkurrenz durch einen Platz im Park der Sinne", schreibt etwa der Laatzener Mirko Krause auf der Facebook-Seite der Leine-Nachrichten. SPD-Ratsherr Heiko Schönemann fragt, warum in Laatzen nicht geht, was Sarstedt und Hannover problemlos möglich ist, während andere die Furcht vor dem Müllproblem teilen. SPD-Fraktionschef Ernesto Nebot warnt wiederum vor übereilten Beschlüssen und plädiert dafür zu schauen, ob es einen geeigneten Standort gibt. Auch müsse man über ein mögliches Konzept, die Ausstattung samt Kosten sowie vor allem die Regeln sprechen. "Wir haben allerdings Projekte im Haushalt, die viel wichtiger sind", stellt Nebot klar.

Das Müllproblem ist auch bei der Verwaltung bekannt. "Wir haben im Prinzip die gleichen Sorgen. Man müsste Wege finden, wie man dies kontrolliert", sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Die Frage soll in die Überlegungen einbezogen werden, die die Verwaltung in nächster Zeit gemeinsam mit Laatzens Politikern anstellen will.

Eine städtische Fläche mit der Lizenz zum Grillen gibt es in Laatzen übrigens schon jetzt. Am Wiesendachhaus können sich Gäste für 20 Euro pro Stunde einen mobilen Gasgrill mieten und mitgebrachtes Fleisch, Gemüse und Co auf den Rost legen. Getränke müssen zwar von der Gaststätte gekauft werden - dafür ist die Reinigung gratis.

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