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Bekommt der Park der Sinne ein Windrad?

Laatzen-Mitte Bekommt der Park der Sinne ein Windrad?

Auf der Erweiterungsfläche des Parks der Sinne könnte bald ein Windrad entstehen. Der Verein Transition Town plant, im Bereich des Mitmach-Gartens eine mobile Anlage zu errichten. Es wäre nicht nur ein weiterer Schritt zur Selbstversorgung, sondern auch Anschauungsobjekt zum Experimentieren.

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Neun Meter hoch ist das Windrad, das bald im Park der Sinne stehen könnte - als mobile Version im Pflanzkübel.

Quelle: Windmanufactur

Laatzen-Mitte. Mit einem der großen 100- bis 200-Meter-Masten, wie sie in den großen Windparks üblich sind, hat das Windrad im Park wenig zu tun. Gerade einmal neun Meter soll der Mast in die Höhe ragen. Der hannoversche Verein Transition Town, der den Mitmachgarten betreibt, will damit eine Leistung von fünf Kilowatt erzeugen.

Das Besondere an der Anlage, die von der Kasseler Firma Windmanufactur stammt: Sie ist mobil. Denn als Fundament für den Mast dient ein sieben Tonnen schwerer Pflanzkübel, der jederzeit mit einem Radlader versetzt werden kann. "Wir können so mit den Windverhältnissen herumexperimentieren", sagt Thomas Köhler von Transition Town. Das passt zum Konzept des Mitmachgartens: Die Anlage sei einerseits ein weiterer Schritt zur Selbstversorgung, soll aber auch als Demonstrationsobjekt dienen. Kinder könnten sich die Anlage anschauen und möglicherweise an einem zweiten, kleineren Windrad, eigene Experimente durchführen und basteln. "Es wäre ein erster Schritt, um ein kleines Energiefeld aufzubauen", sagt Köhler.

Mit Strom versorgen will der Verein einerseits die kleine Pumpe, die den benachbarten Teich auf dem Gelände mit Sauerstoff versorgt. Weitere Abnehmer sind das Gartenhaus im Park der Sinne sowie das Restaurant Amano. Möglicherweise wird die Anlage auch um einen Stromspeicher ergänzt.

Die Stadt hat ihre Zustimmung zu dem Projekt bereits signalisiert, sieht allerdings von einer finanziellen Förderung ab. Die Kosten schätzt Transition Town einschließlich Speichereinheit auf 24.000 Euro. Im Frühjahr möchte der Verein einen Förderantrag beim Proklima-Fonds stellen - in der Hoffnung, dass dieser das Projekt unterstützt. Als Betreiber ist die Gehrdener Energiegenossenschaft Ener:Go im Gespräch, die sich auch in der Bildungsarbeit engagiert.

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Neun Meter hoch ist das Windrad, das bald im Park der Sinne stehen könnte - als mobile Version im Pflanzkübel.

Quelle: Windmanufactur

Von Johannes Dorndorf

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