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Festes Sportangebot für Flüchtlinge in AES-Halle

Laatzen-Mitte Festes Sportangebot für Flüchtlinge in AES-Halle

Jetzt geht es los: Der VfL Grasdorf bietet ab sofort feste Sportzeiten für Flüchtlinge in der Drei-Feld-Halle der Albert-Einstein-Schule (AES) an. Künftig können diese jeden Sonnabend von 11 bis 13 Uhr Fußball spielen sowie Volleyball und andere Sportarten ausprobieren.

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Wie hier bei der Testveranstaltung am 30. Dezember können Flüchtlinge künftig jeden Sonnabend das kostenlose Angebot des VfL Grasdorf nutzen und Volleyball sowie andere Sportarten ausprobieren: von 11 bis 13 Uhr in der Laatzener AES-Halle an der Wülferoder Straße.

Quelle: Stephanie Zerm (Archiv)

Laatzen-Mitte. "Sport! Für Alle" steht auf dem Flyer, den Initiator Stefan Skouras erstellt und in Laatzen verteilt hat. Der beim VfL Grasdorf aktive Volleyballer hatte als "Start-up" schon zwischen Weihnachten und Silvester zwei Treffen angeboten. Weil dies so viel Zuspruch erfuhr, entschloss er sich, ein regelmäßiges Sportangebot zu etablieren. "Angesichts der Hallenschließung war es schwer an Zeiten heranzukommen", sagt der seit dem Herbst in der Laatzener Flüchtlingshilfe engagierte Skouras. Schließlich klappte es: Vom 5. März an stehen er und ein Dolmetscher jeden Samstag von 11 bis 13 Uhr in der Schulturnhalle an der Wülferoder Straße: Fußball, Basketball, Volleyball und mehr könne dort ausprobiert werden. Sogar Schach sei denkbar. Skouras sucht weitere Trainer, die sich wie er ehrenamtlich engagieren wollen.

Primär richte sich das kostenlose Angebot an Flüchtlinge, vor allem die Männer in den Sammelunterkünften, sagt der 47-Jährige - "damit ihnen nicht die Decke auf den Kopf fällt". Grundsätzlich könnten aber auch alle anderen, auch Frauen, daran teilnehmen. "Ich bin darauf erpicht, dass es ein Unisex-Angebot ist", betont der Laatzener. "Der Ansatz ist, die Pluralität in der deutschen Gesellschaft und dem Sport herüberzubringen."

Aufgrund der Tatsache, dass allein in den Sammelunterkünften in der Grundschule Rathausstraße und der Erich-Kästner-Turnhalle ausschließlich Männer untergebracht sind, sei ein Überhang zu erwarten.  "Ich will etwas anbieten, wo sie sie sich austoben und Kontakte knüpfen können."

Der Sporttreff am Samstag sei zwar primär für Flüchtlinge, solle aber keine Enklave werden. Vielmehr schwebt dem in der 5. Landesliga spielenden Volleyballer ein für alle offenes und integrationförderndes Angebot vor. "Sport geht in Deutschland über den Verein", sagt Skouras. Die Menschen orientierten sich an Gesichtern und bräuchten einen Ansprechpartner. Der Sporttreff soll ein Türöffner zu jeder Sportart sein. "Mein Traum wäre, dass das Angebot nach einiger Zeit obsolet wird", so Skouras.

Auch die Versicherungsfrage ist geklärt. "Diese Frage ist für mich als Jurist nicht ganz irrelevant", sagt der Anwalt. Die Flüchtlinge sind während des Angebots in der AES-Halle über den Landessportbund versichert.

Kontakt

Wer Fragen hat oder bei dem Angebot mitmachen will, erreicht Stefan Skouras über die Geschäftsstelle des VfL Grasdorf, Telefon (0511) 824044 oder das Netzwerk für Flüchtlinge in Laatzen.

Von Astrid Köhler

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