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Erster Eindruck vom Flebbehof ist gut

Laatzen Erster Eindruck vom Flebbehof ist gut

Wie gut erhalten ist der Flebbesche Hof in Alt-Laatzen wirklich? Die Bürgerinitiative hat das Gebäude jetzt von einem Dachdecker untersuchen lassen. Erstes Fazit: Die äußerlichen Schäden sind gering. Genau nachschauen durfte er allerdings bislang nicht.

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Defekte Regenrinnen, fehlende Dachziegel und Ziegel: Die Bürgerinitiative will die äußerlichen Schäden beheben lassen. Dorndorf

Quelle: Dorndorf

Alt-Laatzen. Seit Jahren wird die denkmalgeschützte Hofstelle neben dem ehemaligen Baubetriebshof kaum mehr gepflegt. Das Wohngebäude im rückwärtigen Teil steht schon mehr als zehn Jahre leer. Um das ortsbildprägende Gebäude vor weiterem Verfall zu bewahren, hat die Bürgerinitiative (BI) Alter Markt 2 jetzt einen Dachdecker dafür gewonnen, die Immobilie zu untersuchen und möglicherweise provisorisch zu reparieren.

Das Ergebnis lässt hoffen: „Die Substanz ist, soweit man das von außen sehen kann, so gut, dass man darauf aufbauen kann“, sagte Dachdeckermeister Andreas Friedrich. Allerdings gebe es vor allem bei der Entwässerung Mängel - Fallrohre fehlen, Regenrinnen sind defekt und verstopft. „Die Entwässerung muss sichergestellt werden“, sagt Friedrich, derzeit laufe das Wasser unkontrolliert an der Fassade herunter.

Die Schäden an Dachziegeln schätzt Friedrich als gering ein. Einige müssten ergänzt werden, im Großen und Ganzen sei das Dachbild aber normal.

Eine große Unbekannte ist jedoch die Stabilität des Gebäudes. So fällt der Giebel des sogenannten Stallfachs, also des vorderen Teils des Hauptgebäudes, im Übergang zum Wohngebäude ab. Die Frage sei, ob sich das Gebäude nur gesetzt oder aber Feuchtigkeit das Gebälk beschädigt habe. Nicht zu übersehen sind auch Schäden im Mauerwerk, die mit aufquellenden feuchten Balken zusammenhängen könnten.

Nun will Friedrich das Gebäude von innen sehen. Das Problem: Da ein Großteil baupolizeilich gesperrt ist, verwehrte die Stadt beim Ortstermin am Donnerstag das Betreten dieses Teils, darunter des kompletten Wohnhauses. „So können wir nicht sehen, was uns unter dem Dach erwartet“, befand der Dachdecker. Ohne diese Einsichtnahme sei es zu risikoreich, auf das Dach zu klettern.

Vertreter der BI schlugen einen weiteren Termin vor, bei dem Friedrich und andere Fachleute der BI das Gebäude betreten könnten. Baustadtrat Albrecht Dürr versicherte, mit der Eigentümerin Kontakt aufnehmen zu wollen.

Unterdessen bestätigte Dürr, dass der Stadt inzwischen ein Gutachten aus dem Jahr 1999 vorliegt. Ein Architekt hatte die Hofstelle damals im Auftrag der Eigentümerin komplett vermessen. Laut Dürr wurde dabei festgestellt, dass die Übergänge zwischen den Dachabschnitten, die sogenannten Kehlen, nicht verblecht seien, was zu Undichtigkeiten führen kann.

Möglicherweise lässt sich das Dach gefahrlos ausbessern. Der Bitte, das umliegende Gestrüpp vom Betriebshof mähen zu lassen, erteilte Dürr jedoch eine Absage: Die Stadt werde auf privatem Gelände nicht aktiv.

Die Stadt plant, das ehemalige Betriebshofsgelände samt Flebbehof in ein Wohngebiet umzuwandeln. Die Ausschreibung für einen Ideenwettbewerb wurde auf die Zeit nach den Ferien verschoben.

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