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Die Arche hat endlich ihre Kirchenorgel

Laatzen-Mitte Die Arche hat endlich ihre Kirchenorgel

Es ist vollbracht: Am Sonntag hat die Thomaskirchengemeinde die neue Orgel der Arche offiziell eingeweiht. Nach einem Gottesdienst mit zahlreichen Grußworten zeigte Orgelbauer Jörg Bente den Besuchern das Instrument bei einer Orgelführung. Am Nachmittag folgte das erste Konzert.

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Die Orgel der Arche der Thomaskirchengemeinde wird am Sonntag im Rahmen einer großen Feier eingeweiht.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte. "Heute ist ein Festtag für uns", sagte Ilka Streack, nachdem die Organistinnen Ulrike Kestler Georgi und Monika Swiechowicz das Instrument im Gottesdienst erstmals gespielt hatten. Mit der Einweihung sei nun beendet, was mit der Grundsteinlegung für die Arche im April 1976 begonnen hat. "Manchen von ihnen mag das wie ein Wunder vorkommen", sagte Straeck, nachdem sie noch einmal die Entstehungsgeschichte des Instruments hatte Revue passieren lassen.

Besonders dankte Straeck den Initiatoren, die sich länger als ein Jahrzehnt für den Bau der Orgel eingesetzt haben. "Sie haben wirklich einen langen Atem gehabt." Insbesondere Klaus-Jürgen Hentschel habe die Idee vorangetrieben und andere "mit dem Orgelfieber angesteckt", so die Pastorin.

Der stellvertretende Bürgermeister Ernesto Nebot berichtete über die Entstehung der Kirchenorgel zur Zeit der Antike in Ägypten. "Pippin der Große brachte die Orgel dann ins Abendland. Man muss sich vorstellen, wie lange es gedauert hat, bis sie den Weg in die Kirche gefunden hat. In diesem Sinne waren sie ganz schön schnell", sagte Nebot und die Besucher schmunzelten.

Orgelbauer Bente ging sodann auf die Projektentwicklung und die Herausforderung in Laatzen ein. Die Akustik der Arche habe ihn vor ein großes Problem gestellt. "Wir befinden uns hier in einem Raum, der sozusagen gar keinen eigenen Klang hat." Deshalb sei das Instrument erst ganz knapp vor der Einweihung fertig geworden. "Ich würde mir wünschen, dass sie noch etwas an der Akustik des Raumes verändern", gab er den Gemeindemitgliedern mit auf den Weg. Das Instrument selbst hat Bente nach einem Konzept des französischen Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll entworfen. 

In seiner Dankesrede machte Hentschel auf eine "uralte Tradition" aufmerksam, nach der die größte Orgelpfeife mit Wein gefüllt und an den Orgelbauer übergeben werden müsse. "Die größte unsere Pfeifen hat einen Durchmesser von 15 Zentimetern und einen klingenden Teil von 2,40 Metern Höhe. Das Volumen entspricht 42,2 Litern Orgelwein", rechnete er vor, und schon trugen die Gründungsmitgliedern des Orgelbauausschusses Cornelius Schneider-Pungs, Ingrid Rahn und Rainer Bugdahn sowie Pastor Burkhard Straeck eine große Orgelpfeife vor den Altar, gefolgt von vielen Flaschen Wein. Bente schlug allerdings vor, den Wein im Anschluss an die Besucher auszuschenken.

Am Nachmittag gaben Schneider-Pungs, Kirchenkreiskantorin Cornelia Jiracek von Arnim und mehrere Organisten aus der Region kleinere Präsentationen auf dem Instrument. Nach einem Orgelkonzert mit dem Revisor Hans Christoph Becker-Voss endete der Nachmittag mit einem Segen zum Abschlusses des Festtags.

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Von Daniel Junker

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