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Die Arche bekommt jetzt ihre Orgel

Laatzen-Mitte Die Arche bekommt jetzt ihre Orgel

Die Tage des elektronischen Musikinstrumentes in der Arche der Thomasgemeinde sind gezählt. Nach mehr als zehn Jahren Vorbereitung und Absicherung der Finanzierung wird seit Montag eine große, maßgeschneiderte Orgel auf der Empore der Kirche installiert.

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Die Orgelbauer Michael Köllmann (vorne), Alke Usdowski (hinten, links) und Mirko Di Giglio setzen die Holzteile der Orgel in der Arche der Thomaskirchengemeinde zusammen.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte. Allein die Konstruktion des Instruments im Frühjahr 2015 dauerte etwa drei Monate: Zunächst erstellte Orgelbauer Michael Köllmann die Zeichnungen nach einem Entwurf von Firmenchef Jörg Bente. "Nach dieser Grundlage konnten wir die benötigten Materiallisten erstellen" - und die haben es in sich: Schließlich setzt sich das etwa 4 Meter hohe, 4 Meter breite und bis zu 3,50 Meter tiefe Instrument aus mehreren 10.000 Einzelteilen zusammen. "Allein die Klaviatur besteht aus hunderten von Teilen", sagt Köllmann.

Das Gehäuse besteht weitestgehend aus europäischer Eiche, einige Komponenten wie die Balganlage, die Windversorgung sowie die Laufböden und Leitern würden aus Kiefer gebaut. Das Holz bleibt unbehandelt und wurde nicht geschliffen, sondern gehobelt. "Wenn man Holz schleift, wird die Oberfläche aufgerissen. Dadurch nimmt es mehr Schmutzpartikel an", weiß Köllmann. Unbehandelt sei das Material zudem weniger anfällig. "Eine Lackierung könnte reißen oder abblättern. Außerdem kann man unbehandelte Oberflächen besser reparieren."

Zwar werde sich das Eichenholz über die Jahre verfärben – "Wir sind aber der Ansicht, dass die Eiche durch den Alterungsprozess noch schöner wird." Das Material passe auch gut zum Kirchenraum. "Wir haben hier Natursteinwände, das passt einfach hierher", sagt Klaus-Jürgen Hentschel, Vorsitzender des Arbeitskreises Kirchenbau der Thomaskirchengemeinde, der sich schon seit 2002 für die Umsetzung des Orgelprojektes einsetzt. Rund 80 Prozent der Finanzierung seien gesichert.

Der Aufbau in der Arche wird sehr schnell vorangehen - bis Ostern soll das Instrument weitestgehend stehen, in der nächsten Woche sollen bereits die ersten Pfeifen eingesetzt werden. "Wir haben die Einzelteile in unserer Werkstatt hergestellt und dann im Montagesaal schon einmal vormontiert", berichtet Köllmann. "Die Orgel stand schon einmal fast komplett aufgebaut in unserer Firma." So werde sichergestellt, dass die Holz- und Schraubverbindungen richtig passen. Zudem könnten so die Montagezeiten in der Kirche gering gehalten werden. Letztendlich reduziere dieses Verfahren auch die Produktionskosten.

Nach Ostern wird dann zum Abschluss der Arbeiten noch der Klang der Orgel verfeinert. "Die Pfeifen sind zwar schon vorintoniert, die Register werden aber noch auf den Kirchenraum und den Klang untereinander angepasst." In etwa vier Wochen soll die Intonation abgeschlossen sein.

Am Sonntag, 22. Mai, wird die Orgel offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Darüber hinaus soll im Juli 2016 eine Reihe mit Orgelkonzerten beginnen. Diese ist über mehrere Jahre angelegt.

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Von Daniel Junker

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