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"Schön ist das nicht": Bushäuschen wird zur Wand

Ingeln-Oesselse "Schön ist das nicht": Bushäuschen wird zur Wand

Das Buswartehäuschen quer zur Fahrbahn haben die Ingelner an der Haltestelle "Hauptstraße" zwar erwartet. Dass dessen Rückseite eine blickdichte Pappwand ist, die einzigen beiden Sitze an der Schmalseite angebracht werden und auch noch zur Hälfte herausragen, sorgt allerdings für Kopfschütteln.

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Herausragende Sitze, blickdichte Papp-Rückwand: Die Ausführung des gedrehten Bushäuschens an der Haltestelle "Hauptstraße" auf dem Ingelner Pflugplatz gefällt weder dem Ortsrat Ingeln-Oesselse noch der Stadt Laatzen. Nun soll mit dem Aufsteller nachverhandelt werden.

Quelle: Astrid Köhler

Ingeln-Oesselse. Die Werbetafel auf der Rückseite des Wartehäuschens erschwert Autofahrern die Sicht, wenn sie von der Straße Auf der Maine auf die Regionsstraße abbiegen wollen. Wie eine wuchtige Wand steht das Wartehäuschen zudem auf dem Pflugplatz von Ingeln und trennt die alten Eiche vom Rest des Platzes ab. Auch kann bei Regen kein Zweiter auf der Bank sitzen, ohne nass zu werden.

Überrascht von der Ausführung ist unter anderem Ortsbürgermeister Heinrich Hennies, der die Bauweise als "abenteuerlich" bezeichnet. Von einer großen Werbetafel sei beim Ortstermin nichts bekannt gewesen. Er habe eine Glaswand und "vernünftige Sitzgelegenheiten" erwartet, so wie es sie zuvor in dem Buswartehäuschen an der kaum 15 Meter entfernten Haltestelle Auf der Maine gab.

"Schön ist das nicht", gab auch Stadtrat Axel Grüning jüngst bei der Ortsratssitzung zu. Das Wartehäuschen sei abweichend der sonst üblichen Weise gebaut worden: von einem Anbieter, mit dem die Stadt einen Vertrag geschlossen hatte. Die "komische Anordnung von Sitzen" ergebe sich, weil der Anbieter seine Werbung – aus nachvollziehbaren Gründen – zur Hauptstraße ausrichtet und an der installierten Pappwand keine Sitze angebracht werden könnten. Günstig ist auch diese Ausführung nicht: Kosten von 5000 bis 6000 Euro für Strom und Fundament sollen laut Grüning bereits angefallen sein.

Dass das bisherige Wartehäuschen mit Glaswand von der Haltestelle Auf der Maine überhaupt versetzt werden musste, ist der Tatsache geschuldet, dass die Feuerwehr dort mehr Platz brauchte, um den Hydranten auf dem Pflugplatz zu erreichen. Die Drehung quer zur Fahrbahn wiederum wurde als nötig erachtet, um Wartende vor Regen und Sturm zu schützen. Der Wind kommt häufig aus südwestlicher Richtung.

Die Region, die den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen veranlasst hat, hatte der Planung zugestimmt. Sie hat jedoch nichts mit der weiteren Ausführung des Wartehäuschens zu tun. Bezüglich der Aufstellung und Unterhaltung besteht laut Region ein Vertrag zwischen der Stadt Laatzen und der Werbefirma DSM (Stroer).

Das letzte Wort in Sachen Buswartehäuschen Ingeln ist laut Stadt noch nicht gesprochen. „Wir wollen gucken, wie wir die Kuh vom Eis bekommen“, sagte Grüning. Die Stadt werde noch einmal mit dem Anbieter verhandeln.

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Von Astrid Köhler

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