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Zweiter Fluchtweg für Heimatstube kostet 50.000 Euro

Gleidingen Zweiter Fluchtweg für Heimatstube kostet 50.000 Euro

Die Stadt Laatzen will im nächsten Jahr 50.000 Euro in den Brandschutz der Gleidinger Heimatstube investieren, die sich in der ersten Etage der denkmalgeschützten Alten Schule an der Hildesheimer Straße befindet. Das Gebäude gehört der Stadt. Der Kuturring muss sich als Nutzer gegebenenfalls mit Eigenleistungen an den Kosten beteiligen.

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Friedrich Rehmert vom Vorstand des Kulturrings zeigt den Verbindungsbau zwischen der Alten Schule (links) und der benachbarten Scheune (rechts). Dort soll ein Durchgang geschaffen werden, eine Fluchttreppe in der Scheune führt die Besucher bei einem Notfall nach unten und durch eine Tür hinaus auf die Straße.

Quelle: Daniel Junker

Gleidingen. Aufgrund von Auflagen der Bauaufsicht dürfen derzeit nur zehn Personen gleichzeitig die Räume im ersten Geschoss der Alten Schule betreten. Die Etage ist nur über eine brennbare, denkmalgeschützte Holztreppe zu erreichen, einen zweiten Ausgang gibt es nicht. Für den Kulturring stellt das ein Problem dar - schließlich werden die Räume regelmäßig für Ausstellungen und andere Veranstaltungen wie das Kinderkino oder den lebendigen Adventskalender genutzt. Zwar wurden kurzfristig funkvernetzte Rauchmelder in allen Räumen installiert, für den Brandschutz reicht das aber nicht aus. Veranstaltungen liegen deshalb seit einem halben Jahr auf Eis. "Wir dürfen sie im Moment nicht mehr anbieten", sagt Friedrich Rehmert vom Vorstand des Kulturrings. 

Der zweite Rettungsweg, den die Stadt jetzt einrichten will, soll solche Veranstaltungen wieder ermöglichen. Weil die Installation einer Fluchttreppe an der Außenseite der Alten Schule aufgrund des Denkmalschutzes nicht möglich ist, will die Stadt den zweiten Rettungsweg über die unmittelbar an das Gebäude angrenzende Scheune schaffen. Bis auf zwei Toiletten, die bei Trauerfeiern in der Kapelle der St.-Getruden-Kirchengemeinde genutzt werden können, steht diese derzeit leer.

Um eine Verbindung von der Heimatstube zur Scheune zu schaffen müsste eine Wand in einem Erker der Heimatstube aufgestemmt werden. In der Scheune würde eine Fluchttreppe installiert, über die die Besucher der Heimatstube bei Gefahrins Erdgeschoss gelangen könnten. Eine Variante sieht vor, im Tor der Scheune eine Fluchttür einzubauen, die von innen geöffnet werden kann. "Eine zweite Variante wäre, einige Elemente aus dem Fachwerk herauszunehmen und dort eine Tür einzubauen", sagt Rehmert.

Für den Einbau der Fluchttreppe und den Umbau der Scheune will die Stadt 50.000 Euro in den Haushalt für 2016 einstellen. Allerdings wird der Kulturring voraussichtlich an der Umsetzung beteiligt: Die Mitglieder könnten Teile der Renovierungsarbeiten in der Scheune in Eigenleistung erbringen, heitßt es in einer Mitteilung der Stadt.

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Von Daniel Junker

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