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Die Hörregion macht Station in Laatzen

Laatzen-Mitte Die Hörregion macht Station in Laatzen

Wie funktioniert das Ohr? Was können wir hören? Und wie fühlt es sich an, nichts mehr zu hören? All das haben die Schüler der Klasse 3b der Grundschule Im Langen Feld gestern bei der Hör-Aktion der Hörregion Hannover in Kooperation mit dem Deutschen Hörzentrum der MHH und Sennheiser erfahren.

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Die Schüler Elias (von links), Arin, Ahmad, Jamy, Marcin und Cheyenne testen ihre Dosentelefone.

Quelle: Carolin Müller

Laatzen. Die Schüler der Klasse 3b sitzen im Kreis zusammen. Medizinpädagogin Angelika Illg vom Deutschen Hörzentrum der MHH hält ihnen reihum die Stimmgabel an die Stirn und fragt: „Wer hört den Klang eher im linken und wer im rechten Ohr? Wer hört ihn im ganzen Kopf?“ Während sich die einen eifrig bei Zutreffendem melden, erleben zwei Schüler, was es heißt, nur eingeschränkt zu hören: Sie haben Schallschutz-Kopfhörer auf.

Ziel des Gemeinschaftsprojekts ist, die Kinder spielerisch für das Thema Hören zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, dass es wichtig ist, auf das eigene Gehör zu achten. „Wir wollen für gutes Hören werben, von Schülern bis hin zu älteren Menschen“, sagt Nils Meyer, Leiter der Hörregion Hannover.

Gemeinsam mit Illg und vier Auszubildenden von Sennheiser bauten die Kinder Dosentelefone und Röhrentrommeln, und spielten die Bewegung der Härchen im Ohr gestisch nach. Auch die Theorie kam zur Sprache: Anhand eines Modellohres ließ Illg die Schüler bis tief ins Innere des Organs blicken. „Wir gehen mit den Schülern der Frage nach, wie das Hören funktioniert und was für Geräusche wir hören können“, sagte Illg. Außerdem lernten die Schüler Hilfsmittel kennen, mit denen sie ihr Gehör schützen können - beispielsweise Ohrstöpsel.

„Die Schüler sind hochmotiviert und interessiert, und haben Spaß an den Spielen“, sagte Lehrerin Dörte Gottwald erfreut. Die Grundschulklasse war bewusst für die Hör-Aktion ausgewählt worden, da eine Schülerin ein Hörgerät trägt. Das Hören ist deshalb ein großes Thema in der Klasse. „Aufgrund der Inklusion arbeiten wir generell viel mit Mimik, Gestik und Handzeichen“, erklärt Gottwald. Außerdem ergänze die Hör-Aktion den Sachunterricht, in dem gerade das Thema Sinne durchgenommen werde, ergänzt Lehrerin Saskia Fitzner,

Vor den Sommerferien war die Hörregion mit ihrer Hör-Aktion bereits zu Gast in den Grundschulen Bissendorf und Limmer. Im Herbst ist eine weitere Aktion in Burgdorf geplant.

Netzwerk für starken Hör-Sinn

Unter dem Schlagwort Hörregion knüpft die Region Hannover seit Februar dieses Jahres ein branchenübergreifendes Netzwerk. Zum Netzwerk zählen Unternehmen und Einrichtungen verschiedener Bereiche, die angesichts ihrer Vielzahl ein Alleinstellungsmerkmal der Region bildeten, wie Hörregion-Leiter Nils Meyer erläutert. Ziel sei es, die sinnliche Qualität des Hörens erlebbar zu machen, Forschung zu vernetzen, hörbeeinträchtigte Menschen besser zu integrieren, Wissen zu vermitteln und für die Region Hannover als Hör-Standort zu werben. Die Idee zu einem branchenübergreifenden Netzwerk ging ursprünglich vom Wennigser Verein Die Kulturmacher und vom Deutschen Hörzentrum der Medizinischen Hochschule Hannover aus.

Von Carolin Müller

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