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Datenschutz bremst Section Control auf B6 aus

Laatzen Datenschutz bremst Section Control auf B6 aus

Im Zuge des schweren Autounfalls am Pfingstmontag auf der Bundesstraße 6 zwischen Gleidingen und Rethen ist wieder das dort vorgesehene Tempoüberwachungssystem "Section Control" ins Gespräch gekommen. Der Start der Testphase und die eigentliche Inbetriebnahme des Pilotprojektes ist noch fraglich.

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Die Blitzanlage der Section Control an der Bundestraße 6 in Rethen ist bereits seit 2015 vollständig eingerichtet. Der Start der Testphase wurde mehrfach verschoben und wird nun für den Spätsommer 2016 angepeilt.

Quelle: Daniel Junker (Archiv)

Laatzen. Ursprünglich sollte die Anlage für die Abschnittskontrolle (englisch: "Section Control") zum Herbst 2015 scharf geschaltet werden. Der Zeitraum wurde sodann auf Anfang 2016 und zuletzt auf den Sommer verschoben, nicht zuletzt wegen datenschutzrechtlicher Bedenken.

"Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit, das ist die Maßgabe für das Projekt", betonte Nadine Bunzler, Sprecherin des Niedersächsischen Innenministeriums. Unterschiedliche Prozesse, die nicht alle vom Land zu beeinflussen sind, müssten berücksichtigt werden. Was aktuell noch aussteht ist die endgültige Freigabe der Datenschutzbeauftragten und – danach – die Zertifizierung der Anlage durch die Physikalisch Technischen Bundesanstalt. Das Innenministerium rechnet weiterhin damit, dass spätestens zum Ende des Sommers mit der Testphase begonnen werden kann. Diese soll nur einige wenige Wochen dauern, eh die Anlage offiziell in Betrieb geht – und Vergehen auch tatsächlich geahndet werden. Die dafür zusätzlich aufzustellenden Hinweisschilder liegen laut Bunzler schon bereit.

Der Streckenabschnitt bei Gleidingen wurde seinerzeit ausgewählt, weil er als Unfallschwerpunkt gilt. Allein von 2011 bis November 2014 gab es dort 28 Unfälle, bei denen laut Innenministerium zehn Personen leicht, drei schwer und zwei tödlich verletzt wurden.

Bei der auf der B 6 installierten Anlage wird das gefahrene Durchschnittstempo in Fahrtrichtung Norden auf einer Länge von drei Kilometern zwischen Gleidingen und der Abfahrt zur B 443 berechnet. Die Kameras am Ende der Strecke sollen nur die Verkehrsteilnehmer und Kennzeichen von Autos fotografieren, die durchschnittlich schneller als die dort derzeit erlaubten 100 Kilometer pro Stunde fahren.

Polizei ermittelt nach tödlichem Unfall

Derzeit ist die Polizei mit der Aufklärung des tödliche Unfalls am Pfingstmontag beschäftigt, als eine 37-jährige Laatzenerin mit ihrem Auto auf gerader Strecke zwischen Gleidingen und Rethen von der Bundesstraße abkam, einen Baum streifte, gegen einen zweiten prallte und starb. "Die Unfallursache ist derzeit nicht bekannt", sagte Polizeisprecherin Martina Stern am Dienstag. "Die Ermittlungen dauern an."

Von Astrid Köhler

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