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Sparkasse schränkt Service in Dörfern ein

Ingeln-Oesselse / Schulenburg Sparkasse schränkt Service in Dörfern ein

Der von der Sparkasse Hannover geplante Abbau von Filialen trifft auch die Städte Laatzen und Pattensen: Die Zweigstelle in Ingeln-Oesselse wird spätestens 2019 ganz geschlossen, und in Schulenburg stehen den Kunden schon im nächsten Jahr nur noch Automaten zur Verfügung.

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Die Sparkassenfiliale in Oesselse wird spätestens 2019 geschlossen.

Quelle: böger

Laatzen/Pattensen. In Laatzen gibt es in Zukunft nur noch zwei Filialen: Laatzen-Mitte und Rethen. Kunden aus Ingeln-Oesselse, deren Zweigstelle zurzeit noch zwei Tage in der Woche geöffnet ist und denen Automaten Abhebungen und Überweisungen rund um die Uhr ermöglichen, müssen spätestens ab 2019 ihre Bankgeschäfte komplett über das Internet abwickeln oder mehrere Kilometer fahren. Wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, muss den Bus nehmen und in Gleidingen in die Stadtbahn nach Rethen oder Laatzen umsteigen.

"Die Leute werden zur Volksbank wechseln", vermutet Heinrich Hennies, Ortsbürgermeister von Ingeln-Oesselse. Erste Reaktionen scheinen das zu bestätigen: "Ich werde zur Volksbank gehen", kündigt Karlheinz Kietzer an. Er unterhält einen Vertrieb von Tiefkühlwaren und kassiert bei seinen Kunden Bargeld, das er möglichst schnell auf sein Konto einzahlen möchte.

Auch die langjährige Sparkassen-Kundin Petra Schubert aus Oesselse ist enttäuscht: "Da kann ich mein Geld gleich zur Volksbank bringen", meint sie mit Blick auf die direkt gegenüber gelegene Zweigstelle der Genossenschaftsbank. Kietzer hatte ebenso wie Hennies nach der Beschränkung der Öffnungszeiten mit einer folgenden Schließung gerechnet, aber darauf gehofft, dass die Automaten zugänglich bleiben würden.

In den beiden Hemminger Sparkassen-Niederlassungen in Hemmingen-Westerfeld und in Arnum ändert sich nach den bisherigen Plänen nichts. Das gilt auch für die Filiale in Pattensen-Mitte an der Straße Auf der Burg. Der Service in der Filiale in Schulenburg an der Hauptstraße ist bereits seit Juli eingeschränkt worden: Geöffnet ist nur noch montags und donnerstags. Es handelt sich um eine sogenannte Tandem-Filiale. Den vollen Service können Sparkassen-Kunden nur noch in Pattensen bekommen.

Das Angebot in Schulenburg wird – vermutlich im Sommer 2017 – in den Gebäudekomplex des neuen NP-Markts an der Hauptstraße integriert. Dort wird es dann nur noch ein SB-Terminal geben. Zusätzlich wird es einen Beratungsraum geben. Dort können Kunden sich nach Voranmeldung persönlich und vertraulich von Sparkassen-Mitarbeitern beraten lassen.

Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann war vorab von der Sparkasse über die neuen Pläne informiert worden. „Das Wichtigste ist, dass wir nicht von einer Schließung betroffen sind“, sagte sie am Donnerstag. "Das wäre eine ganz schlechte Lösung für die Kunden aus dem südlichen Bereich. Für uns ist das ein guter Kompromiss.“ Die wirtschaftlichen Gründe der Sparkasse hält Schumann für „nachvollziehbar“ – immer mehr verlagere sich in den Online-Bereich.

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Die Sparkassen-Filiale an der Hauptstraße in Schulenburg wird in den Gebäudekomplex des neuen NP-Markts an der Hauptstraße integriert.

Quelle: Kim Gallop

Von Thomas Böger und Kim Gallop

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