Volltextsuche über das Angebot:

30 ° / 15 ° heiter

Navigation:
Halle verwandelt sich in Flüchtlingsunterkunft

Laatzen-Mitte Halle verwandelt sich in Flüchtlingsunterkunft

Die Halle II des Erich-Kästner-Schulzentrums (EKS) ist seit Montag für den Schul- und Vereinssport gesperrt. Das DRK richtet den Gebäudeteil mithilfe der Stadt Laatzen für die Unterbringung von bis zu 200 Flüchtlingen her. Es muss schnell gehen, denn am 16. Februar werden die ersten Männer erwartet.

Voriger Artikel
Eine neue Rutsche für das Aqualaatzium
Nächster Artikel
Schüler sind drei Tage lang Ratspolitiker

Die Stadt Laatzen als Eigentümerin richtet mit dem Deutsche Rote Kreuz (DRK) als Betreiber die Turnhalle II des Erich-Kästner-Schulzentrums als temporäre Flüchtlingsunterkunft her. In der Halle werden aktuell Abdeckflies und Spanplatten zum Schutz des Schwingbodens ausgelegt.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen-Mitte. Derzeit werden in der Halle Abdeckflies und Spanplatten verlegt: zum Schutz des Schwingbodens. Binnen einer Woche sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein, teilte der stellvertretende DRK-Geschäftsführer Thorsten Rademaker am Rande der Infoveranstaltung für Eltern am Mittwoch mit. Anschließend werden Betten, Tische und andere Möbelstücke in die Halle gebracht. Ein Großteilt der Spinde steht dort bereits.

Maximal 50 Männern pro Woche würden „nach und nach“ in der noch mit Sichtschutzwänden und Paravents räumlich zu unterteilende Halle untergebracht, so Rademaker. Den im Obergeschoss vorhandenen etwa 200 Quadratmeter große Raum Gymnastikraum will das DRK als Sozialraum nutzen, mit „geräuschintensiveren“ Angeboten wie Tischtennis oder Kicker. „Die Leute müssen sich bewegen können“, betont Rademaker. Aus diesem Grund werde die Halle auch nicht mit Betten vollgestellt sondern sollten genug Freiflächen bleiben, zum Beispiel für Sitzgruppen, Tische und den Bereich der Essensausgabe.

Für die fünf Sozialarbeiter, die wochentags vor Ort sind, gibt es provisorische Büros in den sogenannten Regieräumen mit Fenster zur Halle.

Erreichbar ist die Flüchtlingsunterkunft nur über den ausgebauten Notausgang an der Nordostseite. Ein Abteil der Geräteräume stellt die Verbindung zur Halle dar. Alle übrigen Türen werden oder wurden entweder geschlossen oder führen als alarmgesicherte Notausgänge ins Freie. Die derzeit noch offene Verbindungstür zur Halle I wird nach Auskunft der Stadt Laatzen mit einer Leichtbauwand verschlossen, sodass es keine direkte Verbindung gibt.

Im Außenbereich werden die Zugänge zum Schulgelände mit einem Sichtzaun abgetrennt und zwei Container mit Toilettenanlagen aufgestellt, ähnlich denen wie sie bei Großveranstaltungen verwendet werden. Hintergrund: Im Gegensatz zu den Duschen gibt es nicht genügend Toiletten in der Halle. Maximal zehn Menschen sollen sich rechnerisch ein WC oder eine Dusche teilen müssen.

Statt der gewünschten jeweils 20 Waschmaschinen und Trocknern gibt es vorerst nur zehn. Wie Marcus Türr von der Stadt Laatzen mitteilte könne bei Bedarf ein weiterer Raum mit Strom- und Wasseranschlüssen ausgerüstet werden. Da die Halle aber planmäßig bis zum Sommer von den Flüchtlingen genutzt wird, wolle man erst den tatsächlichen Nutzen abwarten.

Informationsabend

Am Donnerstag um 17.30 Uhr informierte die Stadt Laatzen bei der dritten Infoveranstaltung mit dem Betreiber DRK, der Laatzener Polizei und dem örtlichen Flüchtlingsnetzwerk nach den Eltern auch die Bürger über die Unterkunft.

doc6oak4cyu43d1gr0f2jkl

Fotostrecke Laatzen: Halle verwandelt sich in Flüchtlingsunterkunft

Zur Bildergalerie

Von Astrid Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6r5rf289wy8xe5vmdt7
Verkehr staut sich wegen Baustelle

Fotostrecke Laatzen: Verkehr staut sich wegen Baustelle