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Die Stadt kauft Wohnungen

Flüchtlinge in Laatzen Die Stadt kauft Wohnungen

Die für die nächsten Monate prognostizierten Flüchtlingszahlen stellen die Stadt Laatzen vor ernste Probleme. Bürgermeister Jürgen Köhne gab jetzt bekannt, dass die Stadt derzeit Wohnungen erwerbe. Selbst die Unterbringung in Turnhallen schließt er nicht mehr komplett aus.

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Die prognostizierten Flüchtlingszahlen stellen die Stadt vor große Probleme.

Quelle: Symbolbild/dpa

Laatzen. Bis Ende Januar 2016 muss Laatzen nach den neuesten Zahlen 241 weitere Flüchtlinge aufnehmen - mehr als in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres zusammen (150). Bislang hatte die Verwaltung die Situation - auch dank der Unterkünfte in Rethen und Ingeln-Oesselse sowie privater Anmietungen - bewältigen können. „Wir müssen uns aber jetzt einer Herausforderung stellen, die völlig andere Ansätze als bisher erfordert“, sagt Köhne. Bislang habe die Stadt 15 Wohnungen für Flüchtlinge angemietet - angesichts der zu erwartenden Neuankünfte würde selbst eine Verdoppelung bei Weitem nicht ausreichen.

Die Stadt sei deshalb unter anderem dazu übergegangen, selbst Wohnungen anzukaufen - in einem Fall sei es bereits zum Vertragsabschluss gekommen, weitere seien in Vorbereitung. Parallel laufen Planungen für die mittelfristigen Bauprojekte: Neben dem bestehenden Flüchtlingsheim in Rethen sind das ein Standort in Laatzen-Mitte und das mit der KSG vereinbarte Mehrfamilienhaus in Alt-Laatzen. „Aber die werden nicht bis Ende Januar fertig“, sagt Köhne.

Umso mehr hofft die Stadt darauf, dass sich mehr private Vermieter melden. „Jeder Quadratmeter hilft“, sagt der Bürgermeister. Interessiert sei die Stadt nicht nur an Wohnungen - ob möbliert oder unmöbliert -, sondern auch anderen Immobilien, seien es Lagerhallen oder Bürogebäude. Zwei Mitarbeiter würden für die Übernahme und Ausrüstung neuer Wohnungen eingesetzt.

Selbst die Verwendung von Turnhallen schließt Köhne inzwischen nicht mehr aus. „Das ist die Lösung D, E oder F, aber falls es gar nicht mehr anders geht, müssen wir dies ins Auge fassen. Wir können im Winter ja keine Zelte auf die Wiese stellen.“ Das könne freilich keine Dauerlösung sein. „Wir können ja nicht sagen, dass wir in den nächsten zwei Jahren auf Sport verzichten.“

Begeistert zeigt sich Köhne von der Hilfsbereitschaft der Laatzener - von den vielen Spendenwilligen bis hin zu den Unterstützernetzwerken. „Da bin ich den Laatzenern hochdankbar.“

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