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Kino-im-Stadthaus-Planerin Groth geht von Bord

Laatzen-Mitte Kino-im-Stadthaus-Planerin Groth geht von Bord

Das monatliche Kinogebot im Stadthaus Laatzen ist vor allem mit einem Namen verbunden: Ingrid Groth. Seit vielen Jahren – und letztmalig im September – hat die frühere Büchereimitarbeiterin ehrenamtlich Überraschungsfilme für Senioren organisiert. Verabschiedet wurde sie nun gleich doppelt.

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Ingrid Groth (Mitte), die langjährige Organisatorin des monatlichen Überraschungsfilmangebotes in Laatzen, hört auf. Margit Kube vom Seniorenbeirat Laatzen sowie dessen Vorsitzender Klaus-Dieter Meyer überreichen bei einer Feierstunde im Stadthaus ein Dankeschön.

Quelle: privat

Laatzen-Mitte. "Wir sind sehr traurig, dass Frau Groth aufhört, weil sie es mit sehr viel Empathie und Fachwissen gemacht hat", sagt Gerold Brockmann, Geschäftsführer des Veranstalters Leine-VHS. Groth habe "ein tolles Händchen" bei der Filmauswahl gehabt, eine treue Fangemeinde von regelmäßig mehr als 30 Zuschauern unterhalten und sogar bewirtet. Seit November 2011 – seitdem ist die Leine-VHS der Veranstalter im Stadthaus, zuvor wurden die Filme im Rathaus gezeigt – flimmerten 39 Filme über die Leinewand.

Stets gab die ausgebildete Fotografin dabei eine Einleitung zum Film, seiner Entstehungsgeschichte und den Schauspielern. Neben für viele Senioren besonders interessanten Werken aus den Fünfziger- und Sechszierjahren wie "Die Trapp Familie" (1956) und "Liselotte von der Pfalz" (1966) standen auf ihrer Liste auch Filme wie "Das As der Asse" (1982) mit Jean-Paul Belmondo oder Neues wie "Honig im Kopf" und den oscarnominierten Film "Ziemlich beste Freunde". Die Veranstaltungsreihe hatte auch das Ziel, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, was auch außerhalb der Pausen gelang.

Nach rund zehn Jahren Dauerengagement für die Überraschungsfilme wollte die Laatzenerin nun allerdings aufhören.

In zwei separaten Feierstunden wurden Groths Engagement dieser Tage gewürdigt. Zunächst bedankte die Leine-VHS für die jahrelange Arbeit, kurz darauf auch die Stadt Laatzen mit dem Stadthaus sowie der Seniorenbeirat Laatzen, die neben vielen Dankesworten Blumen und eine leuchtend rote Kerze übergaben. "Frau Groth wird allen sehr fehlen", sagte der Vorsitzende des Seniorenbeirates Klaus-Dieter Meyer, der auch ein Gedicht für Groth verfasst hatte.

"Das Überraschungsfilmangebot ist in Laatzen eine Institution geworden, die wir so nicht beenden können", betonte Brockmann. Groth habe eine Liste mit Filmen vorbereitet, die bis zum Semesterende "aus Bordmitteln" der Leine-VHS präsentiert werden. Für die Zukunft werde ein cineastisch interessierter Menschen gesucht, der monatlich 2 bis 2,5 Stunden Zeit hat und das Angebot fortsetzen will. Die Leine-VHS unterstütze weiterhin und sorge beispielsweise auch für das Bereitstellen der Räumlichkeit und der Stühle, so Brockmann.

Melden können sich Interessenten in der Geschäftsstelle unter Telefon (0511) 9835620.

Von Astrid Köhler

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