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Dorfbühne geht in die Offensive

Ingeln-Oesselse Dorfbühne geht in die Offensive

Die Doppeldorfbühne aus Ingeln-Oesselse will sich neu aufstellen und hat eine Kampagne gestartet, mit der die Laienschauspieler neue Akteure suchen. Gleichzeitig will die 1998 gegründete Theatergruppe ihren Bekanntheitsgrad erhöhen.

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Thomas Grüner (von links), Heinz-Otto Fischer, Konrad Engelke und Stephanie Zebbedies feilen mit Designstudentin Christina Meißner an der Homepage und dem Werbematerial der Doppeldorfbühne.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen. In den nächsten Tagen werden die Mitglieder durch den Ort laufen und Werbepostkarten in die Briefkästen werfen. Zudem haben die sie ein neues Logo und eine neue Internetseite in Auftrag gegeben, die seit Donnerstag freigeschaltet ist. Als ersten Schritt hat die Gruppe bereits drei große Banner im Ort aufgehängt. Nicht zuletzt verzichtet die Doppeldorfbühne künftig auf den Zusatz „Ingeln-Oesselse“ in ihrem Namen - denn die Schauspieler wollen sich künftig verstärkt auch außerhalb ihres Heimatortes präsentieren.

Anfang des Jahres hatte sich die Gruppe dazu entschlossen, eine Werbekampagne zu entwickeln. Dafür haben sich die Akteure die Designstudentin Christina Meißner ins Boot geholt. Sie hat den neuen Internetauftritt und die Postkarten entworfen, die die Schauspieler und Helfer ab Anfang nächster Woche verteilen. Dass die Akteure eine groß angelegte Aktion planen, zeigt die Auflage: Insgesamt 10 000 Karten hat die Gruppe drucken lassen - obwohl in Ingeln-Oesselse nur 3946 Menschen leben. „Zusätzlich wird die Bäckerei Bertram mit jeder Brötchentüte eine unserer Postkarten verteilen“, kündigt Spielleiterin Stephanie Zebbedies an.

„Wir werden älter und brauchen unbedingt Nachwuchs, sowohl auf als auch hinter der Bühne“, sagt Zebbedies. Die Produktionen seien recht aufwändig. „Ein Großteil unserer Energie liegt mittlerweile in der Logistik, nicht mehr auf dem Theaterspiel. Das können wir nicht mehr jahrelang leisten.“ Zudem gebe es weniger Hilfe aus dem Ort - immer öfter müsse man sich daher professionelle Unterstützung holen. Doch langfristig sei das nicht machbar. „Deshalb suchen wir auch Helfer, die uns zum Beispiel bei der Bühnentechnik oder bei den Kostümen unterstützen.“

Wer möchte, kann die Schauspieler immer dienstags ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus in Ingeln-Oesselse besuchen. Ab November will sich das Team dann zusammen mit den Interessierten neu aufstellen. Die Gruppe überlegt sogar, einen Verein zu gründen. So könnten Spenden gesammelt werden, zudem erleichtere dies die Suche nach externen Übungs- und Spielorten. „Wir fühlen uns wohl im Gemeindehaus“, betont Zebbedies. Durch die Zusammenlegung der Kirchengemeinde sei das Haus aber stark frequentiert, so dass weniger Platz und Zeit zur Verfügung stünden. Zudem benötige die Gruppe ein Lager für ihre Requisiten.

Neben dem Marketing in eigener Sache sind die Akteure derzeit mit dem beschäftigt, wofür sich die Gruppe einst zusammengetan hat: Die Schauspieler proben ihr neues Stück „Alles nur Theater“, das am Freitag, 30. Oktober, ab 19 Uhr im Gemeindehaus in Oesselse Premiere feiert.

In der Komödie wettet der Philosoph Dr. Henkels mit seinem Freund Piepenbrink. Er will beweisen, dass es auch heute noch möglich ist, durch Änderung von Sprache und Kleidung eine sozial schwache Person zu einem Mitglied der guten Gesellschaft zu machen. Für ihren Versuch wählen sie die Zeitungswerberin Lisa aus. Henkels’ Haushälterin Anna steht dem Experiment genauso skeptisch gegenüber wie Piepenbrinks Lebensgefährtin Johanna. Als auch noch Lisas angeblicher Freund Uwe auftaucht, sorgt das für zusätzliche Verwicklungen.

Weitere Aufführungen sind am Sonnabend, 31. Oktober, ab 15.30 und 19 Uhr und am Sonntag,1. November, ab 12 und 15.30 Uhr zu sehen. Die öffentliche Generalprobe beginnt am Donnerstag, 29. Oktober, um 19 Uhr. Karten gibt es ab Sonnabend, 10. Oktober, 8 Uhr, in Karins Laden an der Rotdornallee.

Weitere Informationen gibt es auf der neu eingerichteten Internetseite ddbuehne.de.

Von Daniel Junker

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