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Droht der nächste Kita-Streik?

Laatzen/Hemmingen Droht der nächste Kita-Streik?

In Kindertagesstätten und Jugendeinrichtungen stehen die Zeichen erneut auf Streik. Nach dem von der Gewerkschaft Verdi erklärten Scheitern der Schlichtung bangen die Eltern um die Betreuung in den nächsten Wochen. Ein besonderes Problem könnte ein Streik für die anstehende Eingewöhnung bedeuten.

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Bei einem erneuten Kita-Streik wissen viele Eltern nicht, wo sie ihre Kinder unterbringen sollen.

Quelle: Zerm

Laatzen. Nachdem Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske am Sonntag das Scheitern der Schlichtung erklärte, begannen am Montag die Spekulationen. „Wir wissen noch gar nichts“, sagte Hemmingens Erste Stadträtin Regina Steinhoff. Man werde sich am Montag intern zusammensetzen, um unter anderem zu überlegen, wie die Eltern informiert werden können, falls es zum Streik kommt.

Die Stadt werde in diesem Fall ähnlich reagieren wie vor den Ferien, ergänzte Fachbereichsleiterin Walburga Gerwing - mit Notgruppen, der Öffnung von Räumen für Eltern und den Einsatz von Tagesmüttern. Noch offen ist, wie die Stadt mit der nach den Ferien anstehenden Eingewöhnung neuer Kinder umgeht. „Für die Kleinen ist es ganz ungünstig“, sagt Gerwing.

Die Stadt Laatzen will ebenfalls abwarten, wie sich die Situation entwickelt. „Uns sind noch keine konkreten Streikpläne in Laatzen bekannt“, sagt Sprecher Matthias Brinkmann. Zumal der Kita-Betrieb in Laatzen derzeit weitgehend ruht: Von den zehn städtischen Einrichtungen ist derzeit nur die Kita Sudewiesenstraße geöffnet, alle übrigen befinden sich in der Schließzeit.

Wie mögliche Notgruppen gebildet werden, werde die Verwaltung wie zuletzt mit den Eltern im Stadtkitabeirat erörtern, sagt Brinkmann. Das Problem der Eingewöhnung sei in Laatzen weniger gravierend, da in den Kitas auch unterjährig eingewöhnt werde - der Beginn des Kita-Jahres sei keine besondere Phase.

Bei der Streikleitung der Gewerkschaften Verdi und Komba für Laatzen und Hemmingen war am Montag nicht zu erfahren, wann Streiks drohen. Verdi-Vertrauensmann Ludger Oldeweme sagte, dass zunächst auf Bundes- und Landesebene Entscheidungen ausstehen. Vom Schlichtungsergebnis seien die Laatzener Erzieher und Sozialarbeiter „sehr enttäuscht“ gewesen. „Das war längst nicht das, was wir uns erwartet und erhofft hatten“, sagte Oldeweme. Ähnlich äußerte sich Lars Berkmann von der Komba. Die Friedenspflicht endet laut Oldeweme am Donnerstag. „Aber ich denke, in den nächsten ein bis zwei Wochen wird nichts passieren.“

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Nach der gescheiterten Schlichtung
Hannovers Kita-Stadtelternrat würde es begrüßen, wenn die Streiks vermieden werden könnten, sagt dessen Vorsitzender Georg Weil.

Eltern müssen sich nach der gescheiterten Schlichtung voraussichtlich für die Zeit nach den Sommerferien auf einen neuerlichen Kita-Streik einstellen. „Die nächsten ein bis zwei Wochen wird Verdi seine Mitglieder eher nicht zum Streik aufrufen“, verriet Verdi-Fachbereichsleiter Martin Peter der HAZ.

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