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KGS soll Abi-Problem der Realschüler lösen

Laatzen/Hemmingen/Pattensen KGS soll Abi-Problem der Realschüler lösen

Das reguläre Abitur fällt 2020 an Niedersachsens Gymnasien aus - eine Folge der Schulzeitverlängerung um ein Jahr. Real- und Oberschüler des 10. Jahrgangs stellt dies vor ein Problem: Sie können 2017 nicht ans Gymnasium wechseln. Im Süden der Region soll es nun ein Extra-Angebot an einer KGS geben.

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Der Übergang von G8 auf G9 an Gymnasien und Gymnasialzweigen von Kooperativen Gesamtschulen (KGS) stellt Realschüler in Laatzen, Hemmingen und Pattensen vor Probleme.

Quelle: Armin Weigel (dpa)

Laatzen/Hemmingen/Pattensen. Schüler, die mit einem erweiterten Real- oder Oberschulabschluss aufs Abi zusteuern, starten üblicherweise mit der Einführungsphase in Jahrgang 10 ihre Zeit am Gymnasium. Wegen der Umstellung von G8 auf G9 entfällt diese Einführungsphase jedoch im nächsten Schuljahr. Die Schulen raten den Realschülern deshalb, stattdessen eine Integrierte Gesamtschule (IGS) oder Berufsbildende Schule (BBS) aufzusuchen, um das Abi oder Fachabi anzusteuern.

Für Schüler in Laatzen, Hemmingen und Pattensen ist dies allerdings nicht nur mit längeren Schulwegen verbunden, sondern auch mit Unsicherheit: Nicht alle Schüler, so die Befürchtung, finden an einer IGS oder BBS einen Platz.  Schließlich sind landesweit rund 2500 Schüler von der Situation betroffen, wie Dieter Driller-van Loo, Schulleiter der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Hemmingen, erläutert. Dazu zählen auch Sitzenbleiber im heutigen Gymnasialjahrgang 10.

Die KGS steht dabei noch vor einem zweiten Problem: Als Eliteschule des Sports bietet sie Nachwuchs-Leistungssportlern die Möglichkeit, ihr Training mit Unterricht zu verbinden. Für diese Schüler wären Angebote an einer IGS oder BBS schon aus Zeitgründen keine Alternative. "Wir sind dabei, an einer Sonderlösung zu arbeiten", sagt Driller-van Loo.

Um die Probleme zu lösen, strebt das Ministerium an, an bis zu 45 Schulen im Land Extra-Einführungsphasen zu schaffen. Ganz sicher, so heißt es in Hannover, werde es auch an einer KGS im Süden der Region eine Extra-Einführungsphase für Realschüler geben.

Welche Schule dies genau ist, steht offenbar noch nicht fest. Die KGS Ronnenberg hat ein solche Einführungsphase nach Angaben von Schulleiter Frank Hellberg bereits vor Monaten beantragt, jedoch noch keine Antwort aus Hannover erhalten. Die KGS Hemmingen wäre wegen des Sport-Problems eine naheliegende Lösung - dort gibt es allerdings Raumnöte: "Wir platzen schon jetzt aus allen Nähten", sagt Driller-van Loo, es gebe bereits zehn Wanderklassen. "Und auch beim Personal müsste etwas passieren."

Reserviert reagiert auch die KGS Laatzen. "Es gibt die klare Vorgabe, dass die Schüler sich bei den umliegenden BBSen und IGSen melden sollen", sagt deren Leiter Christian Augustin. Betroffen seien an der KGS etwa 40 bis 50 Schüler - zu wenige, um wirklich mehr als die beiden Pflichtprofile Sprachen und Naturwissenschaften anzubieten. Die beiden Schwerpunkte würden zudem meist von leistungsstarken Schülern angewählt. "Realschüler haben da relativ wenige Erfolgsaussichten", befürchtet Augustin.

Für Sven Hinzpeter, Leiter der Laatzener Erich-Kästner-Oberschule, kommt eine Einführungsphase an einem Gymnasium für nur sehr wenige Schüler infrage. Der Fokus bei Zehntklässlern liege vielmehr auf der Berufsorientierung und dem Übergang zu Ausbildung und Beruf. Die Zahl derer, die das Abitur schaffen würden, schätzt er auf eine Handvoll.

Hemmingen KGS-Leiter Driller-van Loo ist sich gleichwohl sicher, dass es für die Schüler aus der südlichen Region eine Lösung geben wird. "Die Wahl wird auf eine der genannten Schulen fallen."

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