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Halle wird Not-Wartebereich für Flüchtlinge

Alt-Laatzen Halle wird Not-Wartebereich für Flüchtlinge

Die leer stehende Halle des früheren Mios-Großmarktes in Laatzen dient künftig als Not-Aufenthaltsraum für Flüchtlinge, die am Drehkreuz für den Norden, dem Messebahnhof, eintreffen und auf Busse warten müssen. Das Land hat die Halle angemietet. Am Wochenende schoben Feuerwehr und THW dort Einsätze.

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Im früheren Ratio- und Mios-Großmarkt bauen 80 Feuerwehrleute und Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) Regale ab. Die Gewerbehalle dient künftig als Not-Aufenthaltsraum für Flüchtlinge, die am Messebahnhof Laatzen eingetroffen sind und noch auf Busse warten müssen.

Quelle: Henning Brüggemann

Alt-Laatzen. Nach Angaben des Innenministeriums diene das angemietete Objekt lediglich als Wartebereich für die Flüchtlinge für die Zeit zwischen Ankunft aus Bayern und Weiterverteilung in Norddeutschland. "Eine Unterbringung im Sinne einer Notunterkunft ist nicht vorgesehen", betonte Ministeriumssprecher Matthias Eichler.

Die zuletzt vom Edeka Foodservice Mios genutzte Gewerbehalle liegt nur etwa 500 Meter vom Messebahnhof Laatzen entfernt. Sie bietet sich damit als für Flüchtlinge schnell erreichbares Aufenthaltsraum an, sollten sich die Busse zur Weiterverteilung der Flüchtlinge verspäten – zumal im Winter.

Den erforderlichen Platz in der noch mit Regalen zugestellten Gewerbehalle schafften am Sonnabend rund 80 Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) und der Regionsfeuerwehrbereischaft III – also der Stadtfeuerwehren Laatzen, Hemmingen, Pattensen und Springe. Innerhalb von nur drei Stunden waren rund 500 laufende Meter der etwa 2,50 Meter hohen Regale abgebaut, teilte Henning Brüggemann für die Bereitschaftsführung III mit. Anschließend kümmerten sich Helfer noch um den Aufbau einfachen Sitzgelegenheiten. Die Bierzeltgarnituren soll etwa 500 Menschen Platz bieten. Von weiteren geplanten Maßnahmen ist derzeit nichts bekannt.

Benötigt wurde die Halle bisher noch nicht.

Wie die Region Hannover auf Anfrage mitteilte, haben seit dem 18. November mehrere Tage lang wie angekündigt täglich zwei Züge mit insgesamt rund 900 Flüchtlingen Laatzen angefahren. Am vergangenen Wochenende und auch am Montag waren es dann deutlich weniger: Nur noch ein Zug mit durchschnittlich 217 Menschen an Bord erreichte den Messebahnhof.

Nach Information der Region – sie leistet mit dem Umstieg der Flüchtlinge Amtshilfe für das Land Niedersachsen – wird bis einschließlich 6. Dezember weiterhin nur ein Zug in Laatzen erwartet.

Von Astrid Köhler

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