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Kinder verzichten eine Woche auf's Eltern-Taxi

Laatzen Kinder verzichten eine Woche auf's Eltern-Taxi

Sechs Laatzener Kindertagesstätten haben Eltern dazu aufgerufen, ihre Kinder eine Woche lang ohne Autos in die Einrichtungen zu bringen - mit Erfolg. Zwar haben sich nicht alle beteiligt, aber viele Kinder haben Gefallen am morgendlichen Radfahren gefunden.

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Sechs Kitas haben sich an der Aktionswoche "Ohne Auto zur Kita" beteiligt. Die Kinder wurden dafür von Bürgermeister Jürgen Köhne belohnt.

Quelle: Lisa Malecha

Laatzen. Viele Gründe sprechen dafür, den Weg zur Kita zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückzulegen: Auf der einen Seite stehen weniger Verkehr und Umweltbelastung, auf der anderen mehr Sicherheit und Bewegung für die Kinder. In den vergangenen Wochen haben deshalb sechs Laatzener Kindertagesstätten Eltern dazu aufgefordert, das Auto jeweils eine Woche lang stehen zu lassen. Beteiligt haben sich der katholische Kindergarten St. Mathilde, die Kindertagesstätten Brucknerweg, Wülferoder Straße, Im Langen Feld und Die Insel sowie die AWO-Kita an der Langen Weihe.

Eine tolle Aktion, urteilt Bürgermeister Jürgen Köhne. "Wir haben immer wieder das Problem, dass vor Kitas und Schulen ein riesiges Verkehrschaos herrscht." Daher habe er sich sehr über die Idee des Stadtkitabeirats und der Elternvertretungen gefreut. "Ich hoffe die Aktion wird wiederholt, damit noch mehr Eltern mitmachen", sagt er.

Das sich noch mehr Eltern - auch von Schulkindern - ein Beispiel daran nehmen, hoffen auch die Mitarbeiter der Kita Im Langen Feld. "Bei uns herrscht Chaos, wenn um 13 Uhr sowohl die Kita-Kinder als auch die Grundschüler abgeholt werden", sagt Erzieherin Rike Osiewacz. Zwischen den Autos, die zum Teil kreuz und quer auf der Straße stehen, sei es viel zu gefährlich für die Kinder, die zu Fuß kommen.

Daher hätte sie sich mehr Beteiligung gewünscht, auch wenn sie versichert, dass an ihrer Kita so oder so viele Kinder zu Fuß oder mit dem Rad kämen. "Aber die Eltern, die mit dem Auto kommen, sind zum Teil schwer zu überzeugen", sagt Osiewacz. Sie könne zwar verstehen, dass es manchmal keine andere Möglichkeit gebe. "Wenn sie beispielsweise weiter weg wohnen oder im Anschluss direkt zur Arbeit fahren."

Als Belohnung aber auch als Ansporn, beim nächsten Mal wieder mitzumachen, spendiert die Stadt allen sechs Kitas Besuche des Energiezauberers Balduin, die von der Avacon in Kooperation mit der Klimaschutzagentur mitfinanziert werden. Von der Laatzener Verkehrswacht gab es am Dienstag bei einer Dankeschön-Aktion vor dem Rathaus sogenannte Reflektoren-Snap-Armbänder. "Mit dem Auto vor die Tür gefahren werden kann ja jeder - der Weg zu Fuß ist viel schwieriger", lobte der Vorsitzende Siegfried Merkel die anwesenden Kinder. Diese Jungen und Mädchen versicherten, dass sie in Zukunft viel häufiger auf das Eltern-Taxi verzichten wollen.

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Fotostrecke Laatzen: Kinder verzichten eine Woche auf's Eltern-Taxi

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Von Lisa Malecha

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