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Die Erich-Panitz-Straße hat eine neue Decke

Laatzen-Mitte Die Erich-Panitz-Straße hat eine neue Decke

Das ganze Wochenende lang war die Erich-Panitz-Straße zwischen der Bundesstraße 443 und der Kreuzung Kastanienweg/Lange Weihe voll gesperrt. Der Grund: Die Region hat dem etwa 300 Meter langen Abschnitt eine neue Fahrbahndecke verpasst. Rund um die Baustelle kam es zu Verkehrsbehinderungen.

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Arbeiter bringen am Sonnabend die neue Asphaltschicht auf der Erich-Panitz-Straße auf.

Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de

Laatzen-Mitte. Grund für die umfangreiche Baumaßnahmne war einerseits der neu gestaltete Kreuzungsbereich, der gleichzeitig auch die Zufahrt zur Deutschen Rentenversicherung ist. Die Fußgänger- und Radfahrerbereiche wurde in der vergangenen Woche erneuert und mit sogenannten Aufmerksamkeitsfeldern für Sehbehinderte ausgestattet. Schließlich wird dort später auch der Verkehr in das neue Baugebiet hineingeführt. Andererseits war auch die Fahrbahndecke bis zum Kastanienweg rissig. Diesen Bereich hat die Region gleich miterneuern lassen.  

Am Freitag frästen die Bauarbeiter zunächst die Fahrbahndecke auf dem etwa 300 Meter langen Teilstück der Erich-Panitz-Straße zwischen der B443 und der Langen Weihe ab. Diese Arbeiten waren am Nachmittag bereits abgeschlossen. Am Sonnabend trugen die Mitarbeiter der Straßenbaufirma dann mit einer speziellen Maschine eine  zwei Zentimeter dicke Asphaltschicht auf die Straße auf. Das Besondere: Mithilfe eine speziellen Emulsion wurde der Asphalt im sogenannten Dünnschichtheißverbund-Verfahren direkt auf die Unterschicht geklebt und dadurch mit dem Untergrund verbunden, erklärte ein Arbeiter den Prozess. "Das können nicht alle Maschinen."

Für jede Fahrbahn wurden jeweils zwei Bahnen angelegt. Lastwagen schütteten das heiße Gemisch aus Gestein und Straßenbaubitumen direkt in die Asphaltierungsmaschine. Diese schiebt den Lastwagen dabei vor sich her. Das eigentliche Asphaltieren ging dabei ziemlich schnell. "Wir schaffen eine Bahn in etwa 20 bis 30 Minuten", sagte einer der Arbeiter.

Bei der Asphaltierung der Kurvenbereiche und am Übergang zu den Stadtbahnschienen war hingegen Handarbeit gefragt. Dort verfüllten die Arbeiter die verbliebenen Stellen von Hand. Eine Walze ebnete die Stellen anschließend ein. Insbesondere an den schräg zur Straße verlaufenden Stadtbahngleisen mussten die Arbeiter zahlreiche Schaufeln Asphalt per Hand auftragen. "Man könnte das zwar auch mit der Maschine machen", sagte der Arbeiter. Allerdings müssten er und seine Kollegen die Fugen zwischen den Schienen dann anschließend wieder reinigen.

Zum Abschluss der Arbeiten wurden am Sonntag die Fahrbahnmarkierungen auf die neue Fahrbahndecke aufgetragen. Danach wurde die Erich-Panitz-Straße wieder für den Autoverkehr freigegen. Die Strecke in Richtung Leine-Center war noch gegen 17 Uhr gesperrt. Gegen 18 Uhr war aber auch sie wieder freigegeben.

Am Freitag gab es Staus

Bereits am Freitag hatten sich in Laatzen rund um die Baustelle zahlreiche Staus gebildet. Am Kastanienweg schoben sich die Autos zum Beispiel durch das Wohngebiet, denn viele Fahrer hatten sich nicht an die ausgeschilderte Umleitung über die Wülferoder Straße gehalten. Direkt vor der Baustelle bogen sie dann rechts in den Kastanienweg ab. Die Kreuzung am Ende des Wohngebietes zur Hildesheimer Straße ist allerdings nicht für so viel Verkehr ausgelegt, zumal dort auch die Stadtbahn der Linie 2 die Straße kreuzt. Dementsprechend staute sich der Verkehr mitunter bis zur Erich-Panitz-Straße zurück.

Autofahrer, die aus Koldingen kommend nach Laatzen wollten, mussten von der Bundestraße 443 bereits an der Abfahrt in Rethen abbiegen. Von der Kreuzung zur Hildesheimer Straße am Bahnhof Rethen entlang bis zur Bundesstraße staute sich der Verkehr zwischenzeitlich. Schließlich mussten die Fahrer an der Hildesheimer Straße zunächst den fließenden Verkehr passieren lassen. Sie konnten nur nach und nach in die Kreuzung einfahren.

Die Stadtverwaltung hatte sich zwischenzeitlich mit ihren Außendienstmitarbeitern kurzgeschlossen, um die Situation zu bewerten. Auch Stadtsprecher Matthias Brinkmann sah sich die Situation vor Ort an. In Absprache mit der Polizei entschied sich die Verwaltung allerdings dagegen, den Verkehr auf andere Strecken umzuleiten. Nach Ansicht der Stadt hätte dies an anderen Stellen für Behinderungen gesorgt. "Der Stau hielt sich noch in Grenzen. Das ist bei einer Baustelle an einer vielbefahrenen Straße nun mal nicht zu ändern", sagte Brinkmann.

Am Wochenende war die Verkehrssituation deutlich entspannter. Im Wohngebiet am Kastanienweg war das Verkehrsaufkommen zwar dichter als sonst, Staus bildeten sich allerdings nicht mehr. 

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Von Daniel Junker

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