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Ex-Christdemokrat gründet Freie Wähler Laatzen

Laatzen Ex-Christdemokrat gründet Freie Wähler Laatzen

Laatzen hat eine neue Partei: Drei Laatzener Bürger haben am Mittwochabend die Freien Wähler gegründet. Vorsitzender ist der Ratsherr Michael Kleen, der vor kurzem aus der CDU ausgetreten war.

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Michael Kleen (von links), Henrike Picht und Rainer Picht bilden den Vorstand der Freien Wähler Laatzen.x

Quelle: Freie Wähler Laatzen

Laatzen. Zum Führungstrio der Freien Wähler Laatzenzählen außer Kleen die Grasdorfer Betriebswirtin Henrike Picht als stellvertretende Vorsitzende sowie deren Vater Rainer Picht als Schatzmeister. Der Rentner, der ebenfalls in Grasdorf lebt, war zuletzt beim Initiativkreis für Menschen mit Behinderung aktiv. Alle drei wollen bei der Kommunalwahl im September für den Rat der Stadt kandidieren.

Geplant seien auch Kandidaturen für den den Ortsrat Laatzen, sagt Kleen. Er selbst wolle zudem für die Wahl zur Regionsversammlung antreten - als Spitzenkandidat für den Wahlbereich Laatzen/Pattensen/Sehnde. "Die Freien Wähler Pattensen haben mir ihre volle Unterstützung zugesichert", sagt der 37-Jährige. Es gebe bereits Eintrittsgesuche anderer Interessierte, so dass die Mitgliederzahl in Kürze auf etwa zehn anwachsen werde.

Programmatisch setzen die Freien Wähler auf das Thema Unabhängigkeit und Bürgernähe. "Wir wollen den Bürgern eine politische Alternative der Mitte bieten, die sich stark in dem Selbstverständnis der Partei in den Punkten Transparenz, Unabhängigkeit und Bürgernähe vom bisherigen Parteienspektrum abhebt", so Kleen. Ein Zusammengehen mit anderen Gruppierungen im Falle eines Wahlerfolgs lehne er deshalb ab. "Jeder soll ohne Fraktionszwang sein Meinung vertreten können." Ausgeschlossen sei insbesondere eine Zusammenarbeit mit der AfD: "Wir wollen eine Partei der Mitte sein - weder links- noch rechtslastig."

Inhaltliche Schwerpunkte nennen die Freien Wähler bislang nicht. "Wir wollen das Wahlprogramm mit den Bürgern zusammen machen", kündigt Kleen an. Geplant sei eine Veranstaltung, bei der Bürger Themen nennen können, die ihnen wichtig sind. "An kommunalpolitischen Themen wird es den Freien Wählen sicher nicht mangeln", heißt es in einer Erklärung der neuen Gruppierung - allein schon wegen der "Dauerbrenner" wie Finanzen, der Zustand der Schulen und "schleppende Gewerbeansiedlung".

Für die Kommunalwahl will die neue Partei in den nächsten Wochen Unterschriften sammeln. Mindestens 60 Unterstützer sind notwendig, um für die Wahl zugelassen zu werden.

Michael Kleen, der als Außendienstmitarbeiter arbeitet, war im Dezember aus der CDU ausgetreten, hatte aber sein Ratsmandat behalten. Der 37-Jährige hatte unter anderem die Verschuldung der Stadt, aber auch die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung kritisiert, die die Kommunen zu wenig finanziell unterstütze.

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