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Eine GmbH fürs Gemeindehaus St. Marien

Grasdorf Eine GmbH fürs Gemeindehaus St. Marien

Ein Gemeindehaus ist Kirchenvermögen – und das gelte es nicht leichtfertig zu verkaufen, sagt Heinrich Germann. Der langjährige Kirchenvorstand (1970 bis 1992) von St. Marien in Grasdorf wirbt für eine Alternative zum erwogenen Grundstücksverkauf und Neubau an anderer Stelle.

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Der Anwohner und frühere Kirchenvorstand (1970 bis 1992) von St. Marien Heinrich Germann setzt sich für den Erhalt des Grasdorfer Gemeindehauses Am Südtor ein. Er sieht eine Alternative zum geplanten Neubau an anderer Stelle und dem Verkauf des Grundstücks.

Quelle: Astrid Köhler

Grasdorf. Germanns Idee: Eine noch zu gründende gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH) übernimmt das Grundstück in Erbpacht von der Kirchengemeinde, kauft dieser das Gemeindehaus ab und verpflichtet sich zum Erhalt und der schrittweisen Sanierung. Im Gegenzug stellt die Gesellschaft der Gemeinde und der Kirchenregion gegen eine Gebühr Räume für Veranstaltungen zur Verfügung. Zudem kümmert sie sich um alternative Nutzungsmöglichkeiten und Einnahmequellen wie die Vermietung für Partys, Tagungen und andere Veranstaltungen. Der Vorteil laut Germann, der bis vor Kurzem Prädikant und Lektor bei St. Marien war: Das Grundstück bleibe "unbelastet" erhalten, die Gemeinde muss keine Finanzmittel in Anspruch nehmen und nutzt weiterhin größere Räume als die für einen Neubau im Pfarrgarten vorgesehenen. Ziel ist eine Rechnung "plus/minus null" für beide Seiten.

Als Gründungskapital für eine gemeinnützige Gesellschaft würden mindestens 25.000 Euro benötigt, sagt Germann, der international als Unternehmensberater gearbeitet hat. Mündlich zugesagt worden sei ihm schon eine mehr als doppelt so hohe Summe. "Je mehr, desto besser", meint der Grasdorfer, der sowohl Gesellschafter als auch allgemeine Geldgeber und Unterstützer sucht. Dem Kirchenkreisamt und dem Kirchenvorstand hat er seine mit Gemeindemitgliedern abgesprochene Idee bereits vorgelegt.

"Es ist klasse, wenn sich Menschen wie Herr Germann Gedanken machen", sagt Pastor Burkhard Straeck. Ob es sich um ein tragfähiges Modell handle, wage er aber noch nicht zu sagen. Es gelte, alle Vorschläge und denkbaren Varianten zum Gemeindehaus abzuwägen – in enger Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis und dem Kirchenkreisamt. Am Montag in der Kirchenvorstandssitzung werde unter anderem über Germanns Vorschlag beraten, sagt Straeck. In den nächsten Wochen und Monaten sind Gespräche mit ihm und weiteren Ideengebern geplant, die sich nach der zweiten Gemeindeversammlung zu dem Thema im November ebenfalls zu Wort meldeten.

Sobald alle denkbaren Varianten abgewogen seien und die kirchenaufsichtliche Genehmigung vorliege, wolle der Kirchenvorstand seine Entscheidung verkünden, sagt Straeck: "Ich gehe davon aus, dass wir bis zum Sommer eine Entscheidung getroffen haben."

Von Astrid Köhler

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