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Ex-Pirat wird Sozialdemokrat

Laatzen Ex-Pirat wird Sozialdemokrat

Vom Piraten zum Sozialdemokraten: Heiko Schönemann, seit 2011 Mitglied im Rat der Stadt, ist der Laatzener SPD beigetreten. Trotz des Wechsels will der 37-Jährige im Rat seiner bisherigen Gruppe mit Linken-Ratsherr Ralf Wetzel treu bleiben.

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Heiko Schönemann wird SPD-Mitglied.

Quelle: Archiv

Laatzen. Es ist ein Schritt, der sich insgeheim ankündigte. Bereits im Januar hatte die Gruppe Linke und Piraten (GLuP), die Schönemann gemeinsam mit Linken-Ratsherr Ralf Wetzel bildet, mit Rot-Grün zusammengeschlossen. Gemeinsam hat das Bündnis seither die Mehrheit im Rat der Stadt. Im Juli erklärte dann Schönemann seinen Austritt aus der Piratenpartei, für die er im Jahr 2011 sein Mandat errang. Er begründete seinen Schritt unter anderem damit, dass seine Bemühungen, als Pirat möglichst viel Transparenz zu schaffen, kaum auf Resonanz gestoßen seien.

Am vergangenen Mittwoch erhielt Schönemann nun bei der Mitgliederversammlung sein SPD-Parteibuch. "Der Hauptgrund ist, dass ich weiterhin Kommunalpolitik machen möchte", erläuterte Schönemann seine Entscheidung. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass er gut mit den Sozialdemokraten zusammenarbeiten könne. "Ich kann da meine Punkte einbringen."

Der Zeitpunkt ist mit Bedacht gewählt: In den nächsten Monaten werden die Parteien beginnen, ihre Kandidaten für die Kommunalwahl im September 2016 zu küren. Als zuletzt parteiloser Ratsherr wären die Chancen Schönemanns, nach der Wahl im Rat der Stadt zu verbleiben, eher gering. "Ich will weiter im Rat Politik machen", räumt der Laatzener offen ein und macht aus seiner Hoffnung keinen Hehl, dies in der nächsten Wahlperiode im Namen der Sozialdemokraten tun zu können.

Auf die aktuelle Verteilung der Sitze in Rat und Ausschüssen werde der Schritt keinen Einfluss haben, ergänzte der 37-Jährige. Er wolle der SPD-Fraktion nicht beitreten und bis Ende der Wahlperiode GLuP-Mitglied bleiben. "Die Wähler haben mich als Piraten gewählt, das sollen sie auch bekommen - wenn auch nicht in Form einer reinen Protesthaltung. Als Gruppenvorsitzender habe ich die Freiheit dazu", sagt Schönemann.

Von Johannes Dorndorf

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