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Linker und Ex-Pirat lösen Ratsgruppe auf

Laatzen Linker und Ex-Pirat lösen Ratsgruppe auf

Die GLuP ist Geschichte: Die gemeinsame Ratsgruppe des früheren Piraten-Ratsherrn Heiko Schönemann und Rald Wetzel (Linke) hat sich zum 1. April aufgelöst. Hintergrund sind die anstehende Kommunalwahl und ein Parteiwechsel Schönemanns.

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Haben ihre Ratsgruppe zum 1. April aufgelöst: Ralf Wetzel (links) und Heiko Schönemann.

Quelle: privat

Laatzen. GLuP - die nun aufgelöste Formation wird wohl als politische Gruppierung mit dem ungewöhnlichsten Namen in die Ratsgeschichte eingehen. Das Kürzel stand anfangs, nach der Gründung im Jahr 2011, für "Gruppe Linke und Piraten". Beide Parteien hatten bei der Kommunalwahl 2011 je ein Mandat im Laatzener Rat errungen. Als Schönemann im Frühjahr 2015 aus der Piratenpartei austrat, stand GLuP zunächst inoffiziell für "Gruppe Linke und Parteiloser", nach dem SPD-Eintritt im November 2015 verlor die Abkürzung dann komplett ihren Sinn.

Die Auflösung der Gruppe begründen Schönemann und Wetzel mit der im September anstehenden Kommunalwahl. "Nachdem die Parteien Linke und SPD begonnen haben, neue Kandidaten für die nächste Ratsperiode zu benennen, beginnt der Wahlkampf", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung - und weiter: "Eine eigene kleine Gruppe mit Mitgliedern aus diesen beiden Parteien außerhalb der parteieigenen Fraktionen kann leider nicht mehr aufrecht erhalten werden".

Hintergrund dürfte auch der SPD-interne Streit um die Beibehaltung der GLuP sein. Mitglieder hatten kritisiert, dass Schönemann als SPD-Mitglied nicht gleichzeitig einer anderen Gruppe angehören sollte.

An der Sitzverteilung im Rat und in dessen Ausschüssen ändert der Schritt nichts. Beide Ex-GLuP-Mitglieder bleiben Mitglied der Mehrheitsgruppe mit SPD und Grünen - Schönemann neuerdings als SPD-Fraktionsmitglied, Wetzel als Einzelratsherr der Partie Die Linke.

Schönemann kündigte unterdessen hat, bei der anstehenden Kommunalwahl nun doch nicht für ein Mandat im Rat der Stadt zu kandidieren. Er führte für seine Entscheidung vorwiegend familiäre Gründe an - ein ehrenamtliches Engagement in der Politik sei für Eltern junger Kinder schwer mit dem Familienleben zu vereinbaren.

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