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Hochbeete und Begonien liegen im Trend

Grasdorf Hochbeete und Begonien liegen im Trend

Das waren anstrengende Tage: Vier Vertreter des Bezirksverbands der Gartenfreunde Hannover-Land haben an den ersten beiden Wochenenden dieses Monats 60 Kleingartenkolonien besichtigt, unter anderem in Grasdorf, Laatzen-Mitte, Rethen und Harkenbleck. Die schönsten werden ausgezeichnet.

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Miriam Soboll und Rolf Köller besichtigen die Kolonie Heidfeld in Grasdorf.

Quelle: Tobias Lehmann

Grasdorf. "Kleingartenkolonien sind öffentliche Gemeinschaftsanlagen, die für alle Bürger zugänglich sind. Sie können als Naherholungsgebiete mitten in der Stadt gesehen werden." Das erläutert Miriam Soboll, als sie am Sonnabend Kolonien in Grasdorf, Laatzen-Mitte, Rethen und Harkenbleck besichtigt. Sie ist gemeinsam mit Rolf Köller, stellvertretender Vorsitzender des Bezirksverbands der Gartenfreunde Hannover-Land, und den Fachberatern Karin Stolze und Ulrich Neumann unterwegs. 

Alle sechs Jahre besuchen die Kleingartenexperten die Kolonien der Gartenanlagen innerhalb des Verbands und zeichnen die schönsten drei anschließend aus. Ein Ziel der Aktion ist es, die Öffentlichkeit auf die Gärten aufmerksam zu machen. Köller sagt, dass die Tore vor den Kolonien eher dazu dienen, dass Kinder nicht aus den Gärten auf die Straße laufen. "Tagsüber stehen die Kolonien aber für alle Interessierten zur Besichtigung bereit", sagt er. Das bekräftigt auch der Vorsitzende des Kleingartenvereins Grasdorf, Walter Legit. "Wir freuen uns über Besucher in unseren Kolonien", sagt er.

Die einladende Atmosphäre ist wichtig

So gilt der Blick der Fachberater auch nicht nur der Pflege der Gärten, sondern auch Details wie Sitzbänken innerhalb der Kolonien oder der Gestaltung des Vereinshauses. Soboll lobt zum Beispiel die drei Blumenkästen, die am Vereinshaus der Kolonie Heitfeld in Grasdorf angebracht sind. "Das ist nur eine Kleinigkeit, die aber zur einladenden Atmosphäre unheimlich viel beiträgt", sagt sie. Bei den Gärten werde unter anderem darauf geachtet, dass sie öffentlich einsehbar sind und nicht durch hohe Hecken abgeschottet. Auch der Zustand der Lauben spiele eine Rolle.

Ein weiteres Anliegen des Verbands ist es, durch den Wettbewerb die Motivation der Kleingärtner zu steigern, nicht nur ihre Gärten, sondern auch die Kolonien pfleglich zu behandeln. "Wir haben auf unserer Tour Kolonien gesehen, die sich innerhalb der vergangenen sechs Jahre unheimlich entwickelt haben. Dafür sollen die Verantwortlichen auch die gebührende Anerkennung bekommen", sagte Soboll.

Auch innerhalb der Kleingärten lassen sich bestimmte Entwicklungen beobachten. "So liegen zum Beispiel Hochbeete zurzeit sehr im Trend", sagt Soboll. Deutlich häufiger als noch vor sechs Jahren seien zudem Begonien und Dahlien zu sehen. Immer beliebter sollen Kleingärten auch für Imker werden, die ihre Bienen dort züchten. 

Sieger werden im Frühjahr 2017 gekürt

In den nächsten Monaten wird die Jury die drei schönsten Gärten bestimmen. Öffentlich ausgezeichnet werden sie auf einer Verbandstagung im Frühjahr nächsten Jahres. "Die Preisverleihung soll dem Anlass auch angemessen sein", sagt Bezirksfachberaterin Miriam Soboll. Die drei schönsten Kolonien werden mit 1000, 750 und 500 Euro belohnt. Die jeweiligen Vereine können das Geld für ihre Anlagen nutzen. Bewertet werden die Kategorien "Gartenanlage", "Einzelgärten" und "Gemeinschaftsanlage". Die Mitglieder der Jury vergeben dabei jeweils Punkte für Pflege, Bepflanzung und den Gesamteindruck. Sollte ein Gärtner in den vergangenen Wochen im Urlaub gewesen sein, spiele das keine Rolle. "Es lässt sich leicht sehen, ob eine Hecke nur ein paar Wochen nicht geschnitten wurde oder ein paar Jahre", sagt Soboll. 

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