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Fahrräder werden für Stadtradeln fit gemacht

Laatzen Fahrräder werden für Stadtradeln fit gemacht

Nach einem langen Winter und einem wechselhaften Frühling liefen auch in Laatzen einige Fahrräder Gefahr einzurosten. Doch mit dem Sonnenschein kramten am Donnerstag einige ihre Räder wieder hervor und brachten sie zum kostenlosen Durchchecken auf den Leine Platz. Dort bekamen sie mehr als nur einen guten Rat.

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BIU-Geschäftsführer Ralf Stroback zeigt auf dem Lastenrad, wie der Wochenendeinkauf auch praktisch auf zwei Rädern erledigt werden kann.

Quelle: Oehlschläger

Laatzen. "Wir haben gerade an einem Fahrrad das Licht repariert", sagte Ralf Stroback, Geschäftsführer der Bürgerinitiative Umweltschutz (BIU). Mit seinem Mitarbeiter Mariano Gonzales überprüfte er im Schatten des mit weißer Plane überzogenen Pavillons das Fahrrad einer jungen Radfahrerin. "Auch hinten war das Kabel kaputt", sagte Stroback. Manchmal wüssten die Leute gar nicht, dass ihr Licht nicht funktioniere - erst bei nächtlichen Fahrten erhärte sich meistens der dunkle Verdacht.

Strampeln für den Wasserkocher

Um die Laatzener dazu zu bewegen, öfter vom Auto auf das Fahrrad umzusatteln, haben die BIU und die Stadt Laatzen vor dem Leine-Center einen Fahrradcheck angeboten. Eine gute Gelegenheit, die Vorteile eines Radfahrens kennenzulernen, biete zudem das Stadtradeln, sagte Maike Feldner. Sie informierte an ihrem Stand über den bundesweiten Wettbewerb. Viele Besucher hätten schon einmal vom Stadtradeln gehört, sagte sie. "Aber die meisten denken, das wäre einfach eine große Fahrradtour." Sie wolle zeigen, dass man für die eigene Kommune theoretisch auch auf Mallorca in die Pedale treten könne.

Mit dabei war auch Bernd Rosenthal. Vielen Menschen sei zwar bewusst, dass Fahrradfahren günstig und gesund sei, sagte der städtische Klimaschutzmanager. "Aber man muss es den Leuten immer wieder sagen." Wie viel Energie in einem Radfahrer steckt, zeigte er an einem praktischen Beispiel: Er brachte durch seine Beinarbeit auf einem Heimtrainer zwei Glühbirnen zum leuchten. Für vermeintliche Profis gab es durchaus schwierigere Herausforderung: den Wasserkocher. "Allein einen Temperaturanstieg von fünf Grad zu schaffen, ist richtig Arbeit", sagte der Klimaschutzmanager. Daraus ließe sich auch erkennen, wie viel Energie benötigt würde, um das Wasser mit einem solchen Gerät zum Kochen zu bringen. "Wir haben es letztes Jahr einmal geschafft, auf 100 Grad zu kommen", sagte Rosenthal. Dafür habe man aber einen ganzen Tag gebraucht, an dem sich mehrere Radfahrer abgewechselt hätten.

Reifen schlapp und Kette trocken

Nebenan konnte BIU-Geschäftsführer Stroback währenddessen eine kurze Pause vom Reparieren einlegen. "In der ersten halben Stunde waren bestimmt zwölft Leute mit ihren Fahrrädern hier", sagte er. Die meiste Zeit hätten die Laatzener für den Fahrradcheck sogar Schlange gestanden. Am häufigsten habe er Luft aufpumpen oder die Kette fetten müssen, sagte er. Hin und wieder fehlte aber auch eine Klingel, wobei Maike Feldner mit einem Werbegeschenk vom Stadtradeln-Stand aushelfen konnte. Doch der kostenlose Service hatte auch seine Grenzen: "Wir wollen zeigen, dass man die meisten Sachen selbst beheben kann", sagt Stroback.

Aufmerksamkeit zog aus das mit einer grauen Plastikbox versehene Lastenrad auf sich. "Die Leute können auch eine Probefahrt machen", sagte Fahrradmechaniker Stroback. Zwar habe dieses Modell ein ganz anderes Fahrverhalten als ein gängiges Rad. "Damit kann man aber auch sehr gut einkaufen fahren oder einen Grillausflug machen", sagt er. Und bei Bedarf ließe sich das Fahrrad so umbauen, dass zum Beispiel ein Kind bequem mitfahren könnte.

So läuft das Stadtradeln 2017

Das diesjährige Stadtradeln läuft vom 28. Mai bis zum 17. Juni. Mitmachen kann jeder Radfahrer, der sich im Internet auf www.stadtradeln.de anmeldet. Die zurückgelegten Fahrtstrecken werden dann in einem Kilometerbogen vermerkt und für die jeweilige Kommune eingereicht. Dabei können Teilnehmer alleine fahren oder in einer Gruppe. Aber auch private Gemeinschaften, Vereine, Firmen oder sonstige Zusammenschlüsse können ihre Kilometer zusammenzählen lassen. Dies soll schließlich dem Klima zugutekommen, es gibt jedoch auch ein paar Preise zu gewinnen. Zum Auftakt führt eine Sternfahrt aus den Kommunen der Region Hannover auf den Georgsplatz in der Landeshauptstadt. Treffpunkt in Laatzen ist dabei am Sonntag, 28. Mai, um 10.40 Uhr der Rathausplatz. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es im Internet auf www.stadtradeln.de.

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Von Nils Oehlschläger

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