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Leine: Fischen könnte Sauerstoff fehlen

Laatzen/ Koldingen Leine: Fischen könnte Sauerstoff fehlen

Der Fischereiverein Laatzen hat am Sonnabendvormittag wegen einer Verfärbung der Leine Feuerwehr und Polizei alarmiert. Die Verunreinigung soll ihren Ursprung in Alfeld haben und ungiftig sein. Der Vereinsvorsitzende Klaus Kurtz befürchtet allerdings, dass Fische und Pflanzen durch Sauerstoffmangel schwer geschädigt werden.

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Blau-grüne Schlieren treiben in der Leine bei Koldingen, wie das Bild zeigt, dass am Marschweg in Höhe des Eingangs zum Schutzgebiet aufgenommen wurde.

Quelle: Henning Brüggemann

Laatzen/ Koldingen. Ein Spaziergänger in Laatzen hatte kurz nach 9 Uhr am Sonnabend die blau-grünen Schlieren im Fluss entdeckt und den Fischereiverein informiert. Vorsitzender Kurtz hat Feuerwehr, Polizei und die fachkundigen Gewässerobleute des Vereins angerufen. "Ich bin die Leine von Alt-Laatzen bis Koldingen abgefahren und habe überall den gleichen Zustand vorgefunden", sagte Kurtz am Sonntag. Besonders erschreckend sei der Anblick am Großen Koldinger Teich bei Rethen gewesen: "Auf die ganze Breite des Gewässers hatte sich so etwas wie Waschlauge gelegt." Das Wasser sei auch im flacheren Uferbereich nicht mehr durchsichtig gewesen.

Kurtz befürchtet schwere Schäden für Fische und Pflanzen durch Sauerstoffmangel. Wenn wegen der Eintrübung das Sonnenlicht die Wasserpflanzen nicht mehr erreiche, könnten diese über Fotosynthese keinen Sauerstoff mehr produzieren. "Das ist eine Riesenschweinerei und eine Umweltkatastrophe." Gerade die vom Verein eingesetzten Lachse und die vom Verein gepflanzten Eschen reagierten sehr empfindlich auf Sauerstoffmangel.

Die Ortsfeuerwehr Laatzen war gegen 9.30 am Sonnabend mit zwei Fahrzeugen, unter anderem dem Gerätewagen-Messtechnik, an der Leine in Alt Laatzen. "Es konnten mit den Messgeräten der Feuerwehr keine gefährlichen Substanzen festgestellt werden", teilte am Sonntag Stadtfeuerwehrsprecher Gerald Senft mit. Zwei Wasserproben wurden entnommen. Sie werden für die Untere Wasserbehörde der Region Hannover aufbewahrt.

Eine Dienststelle der Polizei Alfeld hatte noch am Sonnabend mitgeteilt, dass der Ursprung der Verunreinigung in der Papierfabrik in Alfeld (Landkreis Hildesheim) in der betriebseigenen Kläranlage liege. "Die Einlagerungen sind nicht gesundheitsschädlich", sagte der Polizeibeamte am Sonnabend. Die Untere Wasserbehörde des Landkreises Hildesheim sei tätig geworden. Die Behörde werde in Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz entscheiden, ob eine strafbare Handlung vorliegt.

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