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Fassade des "Nordsternhochhauses" wird saniert

Laatzen-Mitte Fassade des "Nordsternhochhauses" wird saniert

Wer dort arbeitet, muss schwindelfrei sein. Ein hannoverscher Malermeisterbetrieb hat am Freitag mit der Fassadensanierung an dem mit 55 Metern höchsten Laatzener Gebäude, dem "Nordsternhochhaus", begonnen. Vom Gerüst aus werden die Fugen des 95-Parteien-Hauses erneuert und Roststellen bearbeitet.

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Arbeiten hinter gelb-weißen Streifen: Die eingerüstete Fassade von Laatzens höchstem Gebäude, dem 55 Meter hohen sogenannten Nordsternhochhaus an der Albert-Schweitzer-Straße, soll binnen drei Wochen saniert sein.

Quelle: Köhler

Laatzen-Mitte. Schäden an dem 1973 errichteten Haus gibt es vor allem auf der Nordseite, erklärt Hausverwalter Hilmar Hennecke. So sind im Laufe der Jahrzehnte die elastischen Fugen zwischen den Stahlbetonplatten porös geworden oder herausgebrochen. Auch ist stellenweise Feuchtigkeit in die Fassade gezogen, was die Armierungsstähle hat rosten lassen und mitunter zu Abplatzungen führte. Die Schäden würden nun vom Gerüst aus genauer untersucht und bearbeitet. Statiker und Baugutachter sind ebenfalls beteiligt.

Seitdem Freitag sind fünf bis sechs Mitarbeiter des hannoverschen Malerbetrieb Sonntag und Gehrmann damit beschäftigt, die Fugen auszukratzen und die Fassade zu reparieren. "In drei Wochen", so Malermeister Helmut Sonntag, solle möglichst alles fertig sein. "Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist ein Kälteeinbruch." Immerhin: Das eingesetzte Material lasse sich bis zu einer Untergrundtemperatur von 3 Grad Celsius verarbeiten. "Sonst hätten wir jetzt auch nicht mehr angefangen", betont Sonntag.

Wer so hoch auf einem Gerüst arbeitet, muss schwindelfrei sein und sehr konzentriert arbeiten können. Ein unüberlegter oder gedankenverlorener Schritt kann schließlich fatale Folgen haben.

Es sei schon unterschwellig hilfreich, dass das Gerüst mit einem Netz bespannt sei, erklärt Kevin Sonntag, der wie sein Vater Malermeister ist. In den nächsten Wochen werden er und sein Team weniger im Außenfahrstuhl als vielmehr auf den "Lagen" anzutreffen sein. So heißen die Gerüstebenen, von denen es an Laatzens höchstes Gebäude 28 gibt. Trotz all der Arbeit, die vor ihnen liege, könnten sie auch an der Aussicht erfreuen, sagt Kevin Sonntag: Der Blick über Laatzen nach Hannover sowie den Kronsberg im Osten und die westliche Region bis zum Deister sei einfach nur schön.

Für die Fassadensanierung zahlt die Eigentümergemeinschaft des Nordsternhochauses laut Hausverwaltung rund 60.000 Euro. In dem Gebäude gibt es 92 Wohnungen, zwei Arztpraxen und eine Rechtsanwaltskanzlei.

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Von Astrid Köhler

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