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Fassadensanierung des Kirchturms dauert Jahre

Gleidingen Fassadensanierung des Kirchturms dauert Jahre

Die großen Efeuflächen am Kirchturm von St. Gertruden sind zwar seit einiger Zeit verschwunden dank des Einsatzes von Gemeindemitglieder - die Probleme am Mauerwerk sind damit aber noch längst nicht beseitigt. Die anstehende Fassadensanierung erfordert etwa 70.000 Euro und einige Jahre Zeit.

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Wurzeln des Efeus sind fest mit den Steinen der Südfassade verwachsen.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen. Kleine und auch schon etwas größere Wurzelreste ragen aus Spalten und an den Fassadensteinen des Turmes von St. Gertruden hervor. Wer nach oben schaut, sieht deutlich die Spuren der über viele Jahre gewachsenen und immer wieder zurückgeschnittenen Kletterpflanze. Ein Teil der Gleidinger Kirchturmfassade wurde schon erneuert. Umso deutlicher wird nun, da das komplette Grün fehlt, der Kontrast zum unverputzten Teil. Das zu ändern kostet viel Geld.

Nach überschlägigen Berechnungen des Landeskirchenamtes in Hannover müsse die Gemeinde mit etwa 70.000 Euro rechnen, sagte Kirchenvorstandsmitglied Rudolf Brakebusch: „Bei uns droht keine Gefahr, es ist eine rein optische Frage.“ Aus diesem Grund habe das Projekt keine Priorität im Kirchenkreis Laatzen-Springe.

Der Bauausschuss habe alle Maßnahmen im Blick, sagte Stephan Schwier, Öffentlichkeitsbeauftragter des Kirchenkreises. Vorrangig werde dort saniert, wo schnelles Handeln erforderlich ist, wie bei den Türmen von St. Petri in Rethen (dort fielen schon Teile der Schieferabdeckung herunter) und bei St. Marien in Grasdorf (Risse im Turm).

Um dem sich beständig ausbreitenden Efeu mit seinen feinen, in Fugen und Spalten eindringenden Kletterwurzeln in Gleidingen vorerst Herr zu werden, war die Gertrudengemeinde im Frühjahr selbst aktiv geworden. Mitglieder des Kirchenvorstands und weitere Helfer beseitigten mit einem gemieteten Hubwagen den Efeu bis zu einer Höhe von 19 Metern. „Wir sind etwa drei Meter unter die Traufe gekommen“, sagte Brakebusch. Der Einsatz war mit dem Baubeauftragten der Landeskirche abgestimmt. Zugleich kostete er gegenüber der Vergabe an eine Firma 2200 Euro weniger.

Wenn die Arbeiten in Gleidingen auch noch Zeit haben, mittelfristig müsse die Fassade verputzt werden, so Brakebusch, denn „steter Tropfen höhlt den Stein“. Die Gemeinde hoffe auf eine Sanierung „in den nächsten drei bis vier Jahren“, sagte Brakebusch. Die Zeit gelte es zu nutzen, um den erforderlichen Finanzierungsanteil der Gemeinde anzusparen.

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