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Feuerwehr simuliert Unfall mit Strahlungsleck

Ingeln-Oessselse Feuerwehr simuliert Unfall mit Strahlungsleck

Dass Feuerwehrleute mit Geigerzähler und Spezialanzügen zu einem Verkehrsunfall ausrücken, ist nicht alltäglich. Entsprechend viele Schaulustige verfolgten am Dienstagabend die Übung der Ortsfeuerwehr Ingeln-Oesselse, bei der der Austritt von Radioaktivität simuliert wurde.

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Bei der Feuerwehrübung in Ingeln-Oesselse wird simuliert, dass Radioaktivität austritt.

Quelle: Gerald Senft

Ingeln-Oesselse. Laut Szenario der beiden Übungsleiter Jan Kasten und Marc Gronenberg kam es gegen 19 Uhr nahe der Stiftungsstraße zu einem Unfall: Ein 14-Jähriger hat sich Vaters Auto genommen und eine Spritztour unternommen, in der Straße Dorfswiese rammt er dann einen Kleintransporter. Der junge Mann ist im Auto eingeklemmt, der Fahrer des Transporters unverletzt.

Gegen 19.12 Uhr ist die Ortsfeuerwehr an der Einsatzstelle. Das Auto wird mit Leiterteilen und Spanngurten gegen Wegrutschen in den nahen Graben stabilisiert, die Scheiben mit Klebefolie abgeklebt und anschließend eingedrückt - die Folie verhindert die Bildung von Splittern. Eine Feuerwehrfrau klettert in den Unfallwagen und beruhigt den jungen Mann, der eine Decke und einen Helm bekommt. Das Dach wird anschließend mit Rettungsschere und Spreizer abgetrennt, so dass der Junge gegen 19.40 Uhr auf einer Trage befreit werden kann.

Der Paketwagenfahrer bekommt unterdessen Hinweise aus dem Logistikzentrum, dass nicht ordnungsmäßig verpackte radioaktive Strahler im Transporter gelagert sind. Die Einsatzstelle wird daraufhin großräumig abgesperrt. Der alarmierte Gefahrgutzug aus Laatzen-Mitte trifft gegen 19.25 Uhr mit vier Fahrzeugen und 20 Helfern ein. Mehrere Trupps rüsten sich mit Atemschutzgeräten aus und steigen in spezielle Einsatzanzüge. Ein Trupp geht mit einem Geigerzähler bis zum Transporter vor - glücklicherweise kann keine erhöhte Strahlung festgestellt werden. An der Absperrgrenze werden aber vorsichtshalber alle eingesetzten Trupps mit einem Messgerät von Kopf bis Fuß abgetastet.

Gegen 20.20 Uhr wird die Übung beendet. Zahlreiche Bewohner verfolgten die Rettungsarbeiten aus sicherer Entfernung. "Manche dachten einen Ernstfall bei so vielen Feuerwehrfahrzeugen", sagte Laatzens Feuerwehrsprecher Gerald Senft. 

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Fotostrecke Laatzen: Feuerwehr simuliert Unfall mit Strahlungsleck

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