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Feuerwehr reanimiert Hotelgast nach Fehlalarm

Laatzen-Mitte Feuerwehr reanimiert Hotelgast nach Fehlalarm

Wegen eines Feueralarms musste das H4-Hotel an der Würzburger Straße in der Nacht zu Donnerstag evakuiert werden. Die Feuerwehr rettete bei dem Einsatz eine Frau, die zusammengebrochen war. Die Reanimation war nur dank eines Defibrillators möglich, der eigentlich nicht zur Feuerwehrausrüstung gehört.

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Das H4-Hotel musste in der Nacht zu Donnerstag evakuiert werden.

Quelle: Dorndorf

Laatzen-Mitte. Gegen 3 Uhr wurden die Gäste des H4-Hotels unsanft auf dem Schlaf gerissen. Der schrille Ton der ausgelösten Brandmeldeanlage forderte die Gäste zum Verlassen des Gebäudes auf. Nachdem die Laatzener Feuerwehr am vermeintlichen Brandort eintraf, konnte sie schnell Entwarnung geben: Im Dachgeschoss, wo der Brandmelder ausgelöst hatte, war kein Feuer zu entdecken.

In dem Moment, als die Feuerwehr bereits abrücken wollte, stürzten dann einige Hotelgäste auf die Einsatzkräfte zu: Eine Frau sei auf der Rückseite des Gebäudes zusammengebrochen - dort hatten die Gäste auf die Rückkehr in ihre Zimmer gewartet. Die rettungsdienstlich ausgebildeten Feuerwehrleute eilten sofort zu der 68-Jährigen - offenbar in letzter Sekunde: "Sie hat noch zwei- oder dreimal Luft geholt", berichtet Einsatzleiter Sven Wenger, dann sei der Puls ausgeblieben. Im Zuge der Reanimation setzte die Feuerwehr einen Defibrillator ein, der auf dem Tanklöschfahrzeug mitgeführt wurde. Nach mehreren Minuten traf der Rettungsdienst ein, der sich um die Frau kümmerte. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Über den aktuellen Zustand der 68-Jährigen ist nichts bekannt. Der Zusammenbruch sei nach Kenntnis der Polizei krankheitsbedingt.

Für die Feuerwehr war der Einsatz um 4.10 Uhr beendet. Dass die Helfer den rettenden Defibrillator zur Hand hatten, ist unterdessen keine Selbstverständlichkeit: Die Geräte gehören nicht zur Standardausrüstung, sondern wurde vor einigen Jahren vom Förderverein der Feuerwehr gespendet. "Eigentlich haben wir das Gerät wegen der eigenen Leute angeschafft", sagt Wenger - vor allem für diejenigen, die unter Atemschutz im Einsatz sind. Eingesetzt werden musste der sogenannte Automatisierte Externe Defibrillator (AED) noch nie, bis Donnerstag.

Nach Feuerwehrangaben prüft die Stadt derzeit, ob noch weitere Fahrzeuge mit den lebensrettenden Geräten bestückt werden sollen.

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