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Feuerwehr trennt in Klinik Ring von Daumen

Grasdorf Feuerwehr trennt in Klinik Ring von Daumen

Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz im Klinikum Agnes Karll: Wegen eines auf einem geschwollenen Patientenfinger festsitzenden Ringes sind die Laatzener Helfer am Donnerstagnachmittag nach Grasdorf gerufen worden. Erst mit deren Spezialwerkzeug gelang die für den Patienten erlösende Lösung .

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Medizinische Hilfe für Messegast: Die Feuerwehr entfernt mit Spezialwerkzeug den Ring vom Daumen eines Patienten im Regionsklinikum Agnes Karll. Das Wasser dient zur Kühlung.

Quelle: Gerald Senft

Grasdorf. Der Patienten – ein 44-jähriger Messegast aus Österreich – hatte die Notaufnahme des Regionsklinikums aufgesucht, nachdem sich der Ring nicht mehr von seinem geschwollenen Finger lösen ließ. Das Klinikpersonal versuchte das Schmuckstück unter anderem mithilfe von Fäden vom Finger zu lösen. Doch nichts klappte, und so rief die Klinik die Feuerwehr.

Nach der Alarmierung um 12.30 Uhr traf ein Helferteam mit Spezialwerkzeug aus dem Gerätehaus ein. Der Mann trug seinen Ring am Daumen und dieser war bereits arg geschwollen und gerötet, sodass auch die Ärzte um schnelle Hilfe baten. Schließlich gab es keine andere Möglichkeit, als den Ring mit einem kleinen Multifunktionswerkzeug mit rotierender Scheibe vom Daumen zu trennen: eine für Laien belastende Vorstellung.

Die beiden erfahrene Feuerwehrmänner René Stuckenberg und Pierre Reddeck beruhigten den aus der Nähe von Wien stammenden Österreicher und erklärten ihm das weitere Vorgehen. Zum Schutz des Daumens schoben sie etwas Metall unter den Ring und machten sich an die filigrane Sägearbeit.

Stück für Stück arbeitete sich die rotierende Scheibe in den dicken Ring. Immer wieder mussten die Helfer die Arbeit unterbrechen, weil das Metall heiß wurde. Zum KÜhlen ließen die Helfer Wasser über den Finger laufen. Um 12.55 Uhr war der Ring an der Stelle durchtrennt, doch da er sich nicht auseinanderbiegen ließ, mussten die Helfer mit neuem Fräseinsatz an andere Stelle noch einmal ansetzen. Um 13.02 Uhr dann sprang der Ring endlich ab.

"Sonst arbeiten wir mit 20 Kilogramm schweren Spreitzer und Schere", betonte Feuerwehrsprecher Gerald Senft. Dass Miniwerkzeug nötigt ist, sei ehr selten. Zuletzt wurde die Feuerwehr im April 2014 ins Klinikum gerufen, um einem Pattenser den Ring abzuflexen.

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Von Astrid Köhler

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