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Wer gewinnt, tut nichts zur Sache

Rethen Wer gewinnt, tut nichts zur Sache

Es war ein Wettkampf der ganz besonderen Art: Am Sonnabend sind rund 80 Schützen und Feuerwehrleute bei einem Spaßwettkampf angetreten. Dabei musste sie unter anderem im Akkord Wäscheklammern befestigen oder ihre Treffsicherheit beim Leitergolf beweisen.

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Feuerwehr und Schützen messen sich bei Spaßwettkampf

Quelle: Stephanie Zerm

Rethen. Jan Manfras und Madleine Sauerhering halten die Spritze fest umklammert. Dann heißt es Wasser marsch. Mit einem kleinen Schlauch müssen sie Wasser in ein größeres Rohr spritzen. Und zwar möglichst viel. Denn wer am Ende das meiste Wasser in dem unter dem Rohr aufgestellten Eimer platzieren kann, hat gewonnen. 

Insgesamt mussten die Teilnehmer bei dem Spaßwettkampf im Feuerwehrgerätehaus fünf verschiedene Disziplinen bewältigen. Neben dem Spritzwettbewerb mussten sie ihre Treffsicherheit beim Luftgewehrschießen oder dem Schleudern von Wurfringen unter Beweis stellen. Beim Leitergolf galt es, zwei miteinander verbundene Tennisbälle möglichst weit oben über einer Leiter zu platzieren. Und beim Wäscheklammerspiel kam es darauf an, in 30 Sekunden möglichst viele der Klammern an einem Holzmännchen zu befestigen.

Den sogenannten Rote-Karten-Wettbewerb richten die Feuerwehr und die Schützen bereits seit mehreren Jahren gemeinsam aus. Die Spiele denkt sich jedes Jahr eine Arbeitsgemeinschaft neu aus. Ein Jahr ist die Schützengesellschaft Gastgeber, das andere Jahr ist die Feuerwehr dran.

Seinen Namen verdankt der Spaßwettbewerb den Roten Karten, die die Schützen jedes Jahr beim Schützenfest an Mitglieder verleihen, die aus der Reihe tanzen. Dieses Jahr hat Schützenhauptmann Wolfgang Hampel zahlreiche Karten verteilt. "Etwa, wenn Schützenbrüder und -schwestern zu spät kamen oder den falschen Hut auf hatten", erklärt er. Für eine Gelbe Karte musste die Schützen 5 und für eine Rote 10 Euro in die Kasse werfen.

"Dabei sind etwa 600 bis 700 Euro zusammen gekommen", schätzt Hampel. Mit dem Geld wird jedes Jahr der Rote-Karten-Wettbewerb finanziert. Denn zu den Wettbewerben gibt es auch eine Kaffeetafel und abends wird gegrillt.

Das Besondere daran: Zwar treten Feuerwehrleute und Schützen bei dem Wettbewerb an. Aber nicht gegeneinander. "Wir spielen in gemischten Teams, die vorab ausgelost werden", sagt Thorsten Niedrig von der Feuerwehr Rethen. Dass dabei eine Mannschaft unter dem Namen Schützen und die andere unter dem der Feuerwehr antritt, tut nichts zur Sache. Auch nicht, dass dieses Jahr das Team der Feuerwehr gewonnen hat. Dafür gibt es die "Freundschaftsscheibe", die jeweils nach Ende der Spiele dem Sieger übergeben wird, der sie dann bis zum nächsten Freundschaftstreffen in seinen Räumen aufhängen darf.

"Wir wollen nicht gegeneinander antreten, sondern miteinander Spaß haben", sagt Niedrig. Und das ist auch dieses Jahr wieder einmal gelungen. 

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Von Stephanie Zerm

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