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Besondere Ehrungen für Fiddickow und Schröder

Rethen Besondere Ehrungen für Fiddickow und Schröder

Die Feuerwehr Rethen nimmt in ihrem Leben einen hohen Stellenwert ein, daher haben sie bei der Jahresversammlung am Freitag eine besondere Auszeichnung bekommen: Ulrich Fiddickow ist zum Ehrenmitglied ernannt worden, Denis Schröder erhielt das Ehrenzeichen des Deutschen Feuerwehrverbandes in Bronze.

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Ulrich Fiddickow (links) und Denis Schröder sind gerührt. Sie erhalten für ihr Engagement für die Feuerwehr besondere Auszeichnungen.

Quelle: Zerm

Rethen. Wie viel Zeit Ulrich Fiddickow und Denis Schröder der Feuerwehr widmen, können beide gar nicht sagen. "Das zähle ich gar nicht", sagt Schröder, der seit sieben Jahren Ortsbrandmeister in Rethen ist. Fiddickow beschreibt es so: "Die Feuerwehr ist mein Leben." Der 63-Jährige ist bei der Jahresversammlung in der Grundschule in die Alters- und Ehrenabteilung verabschiedet worden - nachdem er 47 Jahre lang als Feuerwehrmann aktiv war.

Fiddickow ist mit elf Jahren am 10. Juni 1965 in die Feuerwehr Rethen eingetreten. Damals gab es die Jugendfeuerwehr gerade erst seit drei Jahren. Fiddickow ist dort als 27. Jugendlicher eingetreten.  "Damals besaß die Feuerwehr Rethen nur zwei Fahrzeuge", blickte Ortsbrandmeister Schröder zurück: "Ein LF8 Sturmvogel und einen Opel Blitz." Das heute viel zu klein gewordene Feuerwehrhaus war damals ein moderner Neubau und erst acht Jahre alt.

1970 wechselte Fiddickow in die aktive Wehr. Dort übernahm er mehrere Posten, erst als Schriftführer, später auch als Ortsbrandmeister.

Unter seiner Leitung sind die Feuerwehrstrolche, die Abteilung für die Sieben- bis Zehnjährigen, gegründet worden. Außerdem hat der 63-Jährige die Gründung des Fördervereins vorangetrieben und sich für den Ausbau der Partnerschaften mit den Feuerwehren aus Mersch und Porz-Langel engagiert. 

Insgesamt hat sich Fiddickow 40 Jahre lang im Orts- und Stadtkommando eingebracht. Für seinen Einsatz erhielt er bereits mehrere Auszeichnungen. Am Freitag hat ihn die Feuerwehr Rethen zudem zum Ehrenmitglied ernannt. 

"Ich freue mich sehr über die Auszeichnung", sagte das Urgestein der Rethener Feuerwehr und kämpfte gegen Tränen der Rührung an. "Jetzt werde ich es etwas ruhiger angehen lassen, aber auch weiterhin meine Freude an der Feuerwehr haben."

Eine weitere überraschende Auszeichnung ging an Ortsbrandmeister Denis Schröder. Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing überreichte dem 46-Jährigen das Ehrenabzeichen des Deutschen Feuerwehrverbandes in Bronze. "Eine seltene Auszeichnung, die ich nicht oft verleihe", betonte Mensing. Schröder war 1982 in die Jugendfeuerwehr Rethen eingetreten und ist seit 1987 in der Einsatzabteilung aktiv. Dort übernahm er 1993 das Amt des Jugendwartes, das er mit einer kurzen Unterbrechung 13 Jahre inne hatte. 2010 wurde er zum Ortsbrandmeister gewählt.

"Denis Schröder setzte sich besonders stark für die Nachwuchsarbeit und Mitgliedergewinnung ein, forcierte die Gründung einer Kinderfeuerwehr und sorgt seit Jahren für stetig wachsende Mitgliederzahlen", erklärte Mensing. Außerdem lege Schröder großen Wert auf kameradschaftlichen Umgang und guten Zusammenhalt. Dadurch sei es ihm gelungen, eine junge, starke und zukunftsfähige Ortsfeuerwehr aufzustellen.

"Ich liebe meine Arbeit bei der Feuerwehr und bin mit Herzblut dabei", erklärte Schröder, nachdem er die Auszeichnung erhalten hatte und stolz das Ehrenabzeichen an seiner Uniform anschaute.

Feuerwehr rückt 108 Mal aus

Im vergangenen Jahr ist die Freiwillige Feuerwehr Rethen insgesamt 108-mal alarmiert worden, wie Ortsbrandmeister Schröder bei der Jahresversammlung berichtete. 25-mal rückten die Retter zu einem Brand aus, viermal zu einer Brandsicherungswache und 40-mal zu Hilfeleistungen. Einen hohen Anteil nahm verganges Jahr mit 39 Einsätzen auch die Tierrettung ein. "Es wurden unter anderem vier Entenfamilien wiedervereint, drei Hasenkinder gerettet, ein Pfau aus einem Baum geholt, ein Falke aus einem Lichtschacht am Leine-Center befreit und fünf Wespennester in der Nähe von Schulen und Kindergärten entfernt", sagte Schröder. Außerdem wurden ein Schwan, drei Katzen, zwei Hunde, eine Krähe, ein Eichhörnchen, ein Waschbär, eine Eule, eine Ente, ein Kaninchen, ein Reh und elf Tauben verletzt in die Tierärztliche Hochschule gebracht – oder in die Freiheit entlassen.

Der größte Brandeinsatz war der Brand im Anbau an einem Haus an der Hildesheimer Straße. "Hier entstand glücklicherweise nur Sachschaden", berichtete der Ortsbrandmeister. "Bei einigen Personen kam jedoch jede Hilfe zu spät", bedauerte Schröder. "Entweder bei einem Verkehrsunfall oder bei einer hilflosen Person hinter einer verschlossenen Tür."

Besonders lobte Schröder die gute Zusammenarbeit bei der Planung des neuen Feuerwehrhauses für die Feuerwehren Rethen und Gleidingen. "Der Grundriss steht, das Gelände ist vorbereitet und wir sind nun dabei, mit einer Arbeitsgruppe die Inneneinrichtung zusammenzustellen." Nur die technische Gebäudeausstattung fehle noch. Außerdem müsse noch der Bauantrag gestellt werden. "Ich hoffe, es bleibt dabei, dass Ende des Jahres die Arbeiten an dem neuen Feuerwehrhaus beginnen", sagte Schröder.

Feuerwehr ehrt zahlreiche Mitglieder

Bei der Versammlung wurde Stefan Hampel zum neuen Jugendfeuerwehrwart und Nils Schökel, Andreas Seidel und Marc Muntau zu Gruppenführern gewählt. Celine Isert wurde nach erfolgter Probezeit als Feuerwehrfrau verpflichtet. Niclas Heinrich, Ole Ködderitzsch und René Reetz wurden zum Oberfeuerwehrmann, Lukas Zückert zum Hauptfeuerwehrmann und Florian Paetz zum 1. Hauptfeuerwehrmann befördert.

Außerdem wurden Bernd Uhlenwinkel für seine langjährigen Verdienste in der Jugendabteilung der Feuerwehr ausgezeichnet. Gerd Nolte und Albert Nolte wurden für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt, Claus-Ulrich Belau für 50-jährige sowie Wolfgang Gutekunst und Ingrid Rotter für 40-jährige Fördermitgliedschaft.
Auszeichnungen für 25 Jahre Fördermitgliedschaften erhielten  Hermann Ahlborn, Dirk Bantelmann, Werner Bode, Jörg Dahlke, Gerhard Deist, Karl Hinze, Horst Ingelmann, Christian Ketelhake, Gundula Lange, Peter Müller, Ulrich Nehl, Peter Pakleppa, Ekkehard Scharlach und Vera Wehrhahn.

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Von Stephanie Zerm

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