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Flebbehof: Verkaufsverhandlungen sind gescheitert

Alt-Laatzen Flebbehof: Verkaufsverhandlungen sind gescheitert

Überraschung in Alt-Laatzen: Das Immobilienunternehmen Meravis und der als Käufer und Nutzer des denkmalgeschützten Flebbehofs gehandelte Schulbuchverlag Brinkmann und Meyhöfer haben die Verkaufsverhandlungen erfolglos beendet. Damit ist die künftige Nutzung des Gebäudes wieder völlig offen.

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Verhandlungen gescheitert: Nachdem sich der Schulbuchverlag Brinkmann und das Unternehmen Meravis bezüglich des Verkaufs des Flebbehofes nicht einig geworden sind, ist die Nutzung des denkmalgeschützen Gebäudes in Alt-Laatzen wieder offen. KöhlerVerhandlungen gescheitert: Nachdem sich der Schulbuchverlag Brinkmann und Meyhöfer und das Unternehmen Meravis bezüglich des Kaufvertrages des Flebbehofes nicht einig geworden sind, ist die Nutzung des denkmalgeschützen Gebäudes in Alt-Laatzen wieder offen.

Quelle: Astrid Köhler

Alt-Laatzen. "Ich habe am Mittwoch Bürgermeister Köhne und Stadtrat Grüning über die abgebrochenen Vertragsverhandlungen in Kenntnis gesetzt", erklärte Matthias Herter, Geschäftsführer der Meravis-Gruppe, auf Nachfrage dieser Zeitung. Die seitens des Verlages getroffene Entscheidung sei zwar bedauerlich, werde aber akzeptiert. Sein Verhandlungspartner Uwe Brinkmann, einer der beiden Geschäftsführer des Schulbuchverlages, bestätigte seinerseits das Ende der Verhandlungen für sein Unternehmen: "Wir haben am Dienstag entschieden, dass wir die Pläne nicht weiter verfolgen wollen."

Uneinigkeit bei Garantien

Knackpunkt soll nach übereinstimmenden Aussagen der von einem Objektnotar vorgelegte Entwurf für den Kaufvertrag mit den darin aufgeführten Garantien sein. Unter anderem geht es dabei um die Art des Nachweises finanzieller Sicherheiten sowie die Regelungen von Rückkaufoptionen, bei längeren Baustopps oder nicht fristgerechter Fertigstellung. Während Meravis darauf verweist, lediglich die Auflagen der Stadt aus dem Erschließungsvertrag an den Rechtsnachfolger weiterzugeben, spricht der Verlag von nicht nachvollziehbaren und unakzeptablen Bedingungen, die weit über die von der Stadt geforderten Sicherheiten hinausgingen. „Wir kennen den Durchführungsvertrag“, sagte Brinkmann. Neue Vertragsverhandlungen habe Meravis abgelehnt. Das Vertrauen in ein partnerschaftliches Miteinander sei nun nicht mehr gegeben.

Noch im Januar schienen sich beide Seiten über alles einig zu sein. Seinerzeit hatte der Schulbuchverlag Brinkmann und Meyhöfer seine Pläne für den Flebbehof im Ortsrat sogar öffentlich vorgestellt und viel Lob seitens der Politik und Bürger erhalten. Der Schulbuchverlag wollte das Gebäude dem Denkmalschutz entsprechend sanieren und auch seinen Firmensitz dorthin verlegen. Außerdem sollten in dem „Haus des Lernens“ kleinere Wohnbereiche geschaffen werden, darunter zwei kleineren für Stipendiaten und ein größerer im Dachgeschoss, den der unter anderem als Wasserballtrainer mit Laatzen verbundene Brinkmann privat nutzen wollte.

Bürgermeister kann nicht mehr vermitteln

„Wir haben im Januar gehört, was geplant ist. Die Nutzung und Herangehensweise hätte ich sehr begrüßt“, sagte Bürgermeister Jürgen Köhne. Umso mehr bedauere er nun das Scheitern der Verkaufsverhandlungen. Der Bürgermeister hatte im Vorfeld seine Hilfe als Vermittler angeboten, sollte es zu Schwierigkeiten kommen. Nach Monaten der zunächst offenbar guten Zusammenarbeit hatten die Verhandlungen zwischen Meravis und dem Schulbuchverlag aber einen Status erreicht, bei dem nichts mehr zu vermitteln war. „Was schief gelaufen ist, kann nicht beurteilen“, betonte Köhne. Nun gehe es darum, sich zeitnah mit den Verantwortlichen zusammenzusetzen und das weitere Vorgehen bezüglich des Flebbehofs zu besprechen.

Noch am Donnerstag informierte die Stadtverwaltung die Vertreter der Laatzener Ortsratspolitik sowie der Bürgerinitiative (BI) „Alter Markt 2“ über die abgebrochenen Verhandlungen. Bereits für die nächste Woche ist ein internes Gespräch des Verwaltungsvorstandes mit Bürgermeister Köhne, den Fraktionssprechern des Ortsrates und Ortsbürgermeister Alexander Muschal sowie Vertretern der 15 Mitglieder zählenden Bürgerinitiative anberaumt.

„Wir sind misstrauisch“, sagte BI-Sprecherin Christine zu Klampen, nachdem sie vom Scheitern der Verhandlungen erfuhr. Es bestehe nun wieder die Angst, dass der Flebbehof am Ende doch nicht bestehen bleibe. „Wir hoffen und beten, dass Meravis zu seinem Wort steht“, so die BI-Sprecherin.

"Meravis lässt den Flebbehof nicht fallen"

Wie der Geschäftsführer der Meravis Gruppe, Herter, betonte, stehe die Firma zu ihrer Verantwortung und den Vereinbarungen aus dem Erschließungsvertrag mit der Stadt. Das denkmalgeschützte Gebäude werde erhalten und genutzt. „Die Botschaft ist: Meravis lässt den Flebbehof nicht fallen.“ Das Unternehmen brauche voraussichtlich bis zur Sommerpause für ein eigenes Konzept. Die Nutzung als Begegnungsstätte, Sozialstation oder für inklusive Projekte sei wie vieles andere möglich. „Wir müssen in alle Richtungen offen denken“, so Herter. „Ich kann mir vieles vorstellen.

Von Astrid Köhler

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