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Köhne: EKS-Sporthalle ab Sommer wieder frei

Laatzen-Mitte Köhne: EKS-Sporthalle ab Sommer wieder frei

Die Halle am Laatzener Erich-Kästner-Schulzentrum (EKS) wird nach dem Sommerferien wohl wieder vollständig für den Sportbetrieb freigegeben. Die 190 derzeit dort untergebrachten Flüchtlinge ziehen vorher um. Das hat Bürgermeister Jürgen Köhne am Dienstag dem Laatzener Flüchtlingsnetzwerk mitgeteilt.

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Bürgermeister Jürgen Köhne berichtet am Dienstag beim Treffen des Netzwerks für Flüchtlinge über die Entwicklung der Flüchtlingszahlen für Laatzen und die derzeitige Situation in der Stadt.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte. Die Zahl der Flüchtlinge, die die Stadt Laatzen bis zum 31. Juli aufnehmen muss, hatte sich zuletzt nicht mehr erhöht - "sie liegt für dieses Jahr nach wie vor bei 392 Menschen", berichtete Jürgen Köhne am Dienstagabend beim Treffen des Gesamtnetzwerks im EKS-Forum. Diese Quote habe die Stadt schon jetzt nahezu erfüllt. "Wir müssen in den nächsten vier Monaten nur noch 35 weitere Flüchtlinge aufnehmen. Das werden wir bewältigen können."

Die Region habe sogar durchblicken lassen, dass die Quote noch über den 31. Juli hinaus verlängert wird. Das Land habe wieder Kapazitäten in den eigenen Einrichtungen. "Das gibt uns die Chance, unsere eigenen Projekte voranzubringen",  berichtete der Bürgermeister, der die Stadt zum jetzigen Zeitpunkt als "relativ gut aufgestellt" beschreibt.

Köhne ist optimistisch, dass die Turnhalle II des Erich-Kästner-Schulzentrums nach den Sommerferien wieder für den Sportbetrieb freigegeben werden kann. Die derzeit dort untergebrachten 190 Flüchtlinge sollen nach und nach in das neue Flüchtlingsheim der Stadt an der Gutenbergstraße 15 umziehen. "Wir sind mit dem Umbau so weit, dass wir das Gebäude im Laufe dieses Monats belegen können." Welche Kapazität das Haus genau haben wird, stehe erst nach dem Umbau fest.

In den vergangenen Monaten habe die Stadt die Aufnahme der Flüchtlinge nur "auf Kante" meistern können: Kaum hatte die Stadt neue Unterbringungsmöglichkeiten gefunden, wurde die Quote auch schon wieder erhöht. "Wir hoffen, dass sich das jetzt etwas entzerrt", sagte Köhne. Nach wie vor kaufe und miete die Stadt neue Immobilien zur Unterbringung von Flüchtlingen.

Allerdings sei es unmöglich, aus dem derzeitigen Stand Prognosen für die künftige Entwicklung abzuleiten. "Wir dürfen keine Überkapazitäten schaffen, damit wir nicht auf zu hohen Kosten sitzen bleiben", sagte Köhne. "Das ist eine Rechnung mit vielen Unbekannten." In den Jahren 2015 und 2016 habe die Stadt fast 1000 Flüchtlinge aufgenommen.

Geschäftsstelle und Homepage sind fertig

Die neue Internetseite des Netzwerks für Flüchtlinge ist seit Montag im Netz. Auf willkommen-in-laatzen.de gibt es Informationen über die Arbeit der Helfer, die Termine der verschiedenen Arbeitsgruppen und Angaben darüber, wie sich sich selbst einbringen können. Auch eine Facebook-Seite hat das Netzwerk eingerichtet.

Wie die Laatzener Netzwerkkoordinatorin Mareike Fruth berichtete, stehen jetzt auch die Sprechzeiten in der vor Kurzem eröffneten Geschäftsstelle des Trägervereins am Marktplatz 3 fest: dienstags von 15 bis 17 und donnerstags von 10 bis 12 Uhr. "Wir sind natürlich auch zu anderen Zeiten zu erreichen, aber zu den Geschäftszeiten ist garantiert, dass jemand vor Ort ist", sagte Fruth. Der Trägerverein übernimmt die Koordination zwischen den mehr als 100 Helfern des Netzwerkes und der Stadt.

Sachspendenlager und Fahrradwerkstatt werden eingerichtet

Zudem wird zurzeit ein Sachspendenlager neben dem Getränkemarkt Sitt an der Hildesheimer Straße 310 in Rethen eingerichtet. Ab sofort nehmen dort sonnabends zwischen 10 und 12 Uhr Helfer Spenden an. Insbesondere benötigt der Verein Fahrräder, Haushaltsgeräte, Geschirr und Spielzeug. Möbel und Kleidung würden derzeit nicht gebraucht, sagt Fruth.

Im gleichen Gebäude hat das Netzwerk eine Fahrradwerkstatt eingerichtet, in der Flüchtlinge zusammen mit Helfern gebrauchte Drahtesel reparieren wollen. Die Werkstatt ist ebenfalls sonnabends von 10 bis 12 Uhr geöffnet, die Helfer sind aber auch zu anderen Zeiten vor Ort. Sowohl für das Lager als auch für die Fahrradwerkstatt sucht das Netzwerk noch Helfer.

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Mehr als 60 Mitglieder und Helfer des Laatzener Netzwerks für Flüchtlinge kommen zum Treffen ins Forum des Erich-Kästner-Schulzentrums.

Quelle: Daniel Junker

Von Daniel Junker

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